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August Stramm (1874-1915)

Abendgang

Durch schmiege Nacht
Schweigt unser Schritt dahin
Die Hände bangen blass um krampfes Grauen
Der Schein sticht scharf in Schatten unser Haupt
In Schatten
Uns!
Hoch flimmt der Stern
Die Pappel hängt herauf
Und
Hebt die Erde nach
Die schlafe Erde armt den nackten Himmel
Du schaust und schauerst
Deine Lippen dünsten
Der Himmel küsst
Und
Uns gebärt der Kuss!

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