Logo Gedichte für alle Fälle

Startseite ~ Dichterliste ~ Titelverzeichnis ~ Gedichtanfänge

Liebesgedichte ~ Freundschaftsgedichte ~ Lustige Gedichte ~ Kindergedichte ~ Abschieds- und Trauergedichte ~ Trennungsgedichte
Geburtstagsgedichte ~ Hochzeitsgedichte ~ Weihnachtsgedichte ~ Fest- und Feiertagsgedichte ~ Gedankenlyrik ~ Naturlyrik

Titelverzeichnis

 
Web Gedichte für alle Fälle

Titel A
Titel B-C
Titel D
Titel E
Titel F
Titel G
Titel H
Titel I-J
Titel K
Titel L
Titel M
Titel N
Titel O-P
Titel Q-R
Titel S
Titel T
Titel U-V
Titel W
Titel X-Z

 

Dieses Gedicht ist erschienen in:
Den Mond wollt' ich dir schenken

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Immer wieder Fasching

Wenn der Fasching kommt, wird viel verboten.
Aber manches wird auch andrerseits erlaubt.
Dann wird nicht nur Dienstboten,
Nein auch Fürstenhäusern entstammten
Damen oder Frauen von Beamten
Die Unschuld geraubt.

Jeder lässt was springen.
Viel ist los.
Und vor allen Dingen
Beine und Popos.

Wenn sich Masken noch einmal verhüllen
Mit Phantastik, Seide, Samt und Tüllen,
Zeigt sich sehr viel Fleisch und sehr viel Schoß.
Dass wir, eh' wir heimwärtsschwanken,
Unsern steifen Hut zerknüllen
Im Gedanken:
Hätten wir die Hälfte bloß!

Also brechen wir auf!
Ach nein, bleiben wir noch,
Bis an ein Loch.
Schließlich löst sich alles doch
In Papier auf.

Man vertrollt sich lärmlich,
Wendet sich erbärmlich,
Jedermann ein abgesetzter Held.

Draußen Sturm. Es hetzen
Über Dächer kalte Wolkenfetzen
Unterm Mond. Wir setzen
Uns ins Auto, fröstelnd vor dem letzten Geld.

Dieses Gedicht versenden

 

Dieses Gedicht ist in folgendem Fall enthalten:

Fest- und Feiertagsgedichte => Gedichte zum Fasching

 

Mehr Gedichte von Joachim Ringelnatz.

 

Dies & Das:

Neuzugänge
Gedicht einsenden
Links
Impressum
Urheberrechte
 

Unsere Auswahl
für alle Fälle:Den Mond wollt' ich dir schenken - Das Buch zur Website

 

Anzeige:

Das Schwalbenbuch