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Martin Opitz (1597-1632)

An ein kleines Mädchen

Die Mädchen und die Frauen,
Die lob' ich für und für.
Die Blumen auf den Auen
Sind nicht von solcher Zier.
Die Sonne, wenn sie strahlet
Vom Morgenlande her,
Hat schöner nie gemalet
Die Länder und das Meer.

Ein Mann, der muss nur reisen,
Ertragen Hitz' und Frost,
Muss ziehn durch Eis und Eisen,
Bei schlechter Ruh' und Kost;
Muss sich der Arbeit fügen,
Steigt auf sein wildes Pferd,
Muss wachen und muss kriegen,
Stirbt oftmals durch das Schwert.

Der lieben Mägdlein Jugend
Wird sonder Sorgen groß,
Erlernet Witz und Tugend
In ihrer Mütter Schoß,
Die sie mit Lust erziehen
Bis zu der süßen Zeit,
Wo sie so munter fliehen
Die Last der Einsamkeit.

Nun wachse, liebe Kleine!
Sei deiner Eltern Zier,
Brich künftig mit dem Scheine
Der edlen Zucht herfür;
Da werd' ich noch erfahren
Den freudereichen Tag,
Dass ich mit greisen Haaren
Dein Brautlied singen mag.

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