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Aischylos (525-456 v.u.Z.)

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Zeus, wer Zeus auch immer möge sein...

Zeus, wer Zeus auch immer möge sein,
Ist er dieses Namens froh,
Will ich gern ihn nennen so;
Ihm vergleichen kann ich nichts,
Wenn ich alles auch erwäg,
Außer ihm selbst — so des Denkens vergebliche Qualen
Ich in Wahrheit bannen will!

Nicht, der ehedem gewaltig war,
Allbewehrten Trotzes hehr —
Dass er war, wer weiß es mehr!
Der darauf erstand, dem All-
Sieger unterlag auch der;
Aber den Zeus im Gesänge des Sieges zu preisen,
Alles Denkens Frieden ists,

Ihn, der uns des Denkens Weg
Führt zum Lernen durch das Leid,
Unter dies Gesetz uns stellt!
Ruhlos statt des Schlafs quält das Herz
Leidgedenk neu sich stets: auch starrem Sinn
Ist die Einsicht noch genaht.
Das ist Götterhuld! Erhaben steuern
Sie die Welt mit harter Hand.

(Aus einem Chorlied der Tragödie "Agamemnon". Übersetzt aus dem Altgriechischen von Johann Gustav Droysen.)

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Aischylos (525-456 v.u.Z.)