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Frida Schanz (1859-1944)

Der kleine Nachtwächter

Hört, ihr Leute, und lasst euch sagen:
Das Jahr, das alte, hat ausgeschlagen!
Die Glocken läuten von nah und fern.
Glück und Segen, ihr werten Herrn!
Von ganzem Herzen, in Gottes Namen,
Heil und Freud euch, ihr lieben Damen!

Frieden im Reich! Ruhe im Städtchen!
Myrten und Rosen den schönen Mädchen!
Gesundheit dem Alter! Ruhe dem Leid!
Frohe Herzen und frohe Zeit!
Sonne am Himmel! Segen auf Erden!
Was noch nicht gut war, mög besser werden!

Was euch beglückt, mög bleiben, wies war!
Gott walt es, ihr Leute! Prosit Neujahr!

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Hanns Freiherr von Gumppenberg (1866-1928)

Ein Jahr ist nichts...

Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts, wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot,
das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich,
das uns getroffen mit des Geistes Streich.
Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang:
nur nach dem Vollen misst des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.

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Volksgut

Ein neues Jahr nimmt seinen Lauf...

Ein neues Jahr nimmt seinen Lauf.
Die junge Sonne steigt herauf.

Bald schmilzt der Schnee, bald taut das Eis,
bald schwillt die Knospe schon im Reis.

Bald werden die Wiesen voll Blumen sein,
die Äcker voll Korn, die Hügel voll Wein.

Und Gott, der immer mit uns war,
behüt' uns auch im neuen Jahr.

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anonym

Ein neues Jahr rückt uns entgegen...

Ein neues Jahr rückt uns entgegen;
es bringe Dir viel Glück und Segen,
erfülle Dir die Wünsche all'
ob noch so groß sei ihre Zahl.
Die Zukunft müsst', hätt' ich zu walten,
sich Dir auf's freundlichste gestalten.

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unbekannt

Es schenke euch der Januar ...

Es schenke euch der Januar
und ebenso der Februar
und auch der Frühlingsbote März
Gesundheit und ein frohes Herz!
Dann führen Euch April und Mai
die schönste Frühlingszeit herbei.
Im Juni, Juli und August
erfreuet Euch an Sommerlust.
September und Oktoberzeit
vergehe Euch in Freudigkeit.
November lasse sich ertragen,
dann mögt Ihr im Dezember sagen
als Lob und Preis des ganzen Jahres:
Gottlob, recht schön und glücklich war es!

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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/goethe.php

Im neuen Jahre Glück und Heil...

Im neuen Jahre Glück und Heil;
Auf Weh und Wunden gute Salbe!
Auf groben Klotz ein grober Keil!
Auf einen Schelmen anderthalbe!

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Joachim Ringelnatz (1883-1934)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/ringelnatz.php

In der Neujahrsnacht

Die Kirchturmglocke
schlägt zwölfmal Bumm.
Das alte Jahr ist wieder mal um.
Die Menschen können sich in den Gassen
vor lauter Übermut gar nicht mehr fassen.
Sie singen und springen umher wie die Flöhe
und werfen die Mützen in die Höhe.
Der Schornsteinfegergeselle Schwerzlich
küsst Konditor Krause recht herzlich.
Der alte Gendarm brummt heute sogar
ein freundliches: Prosit zum neuen Jahr.

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Maria Luise Weissmann (1899-1929)

Jahres-Ende

Du greises Jahr: du eilst, dem Ziele zu
Rascher und rascher, sehnst dich nach der Ruh
In einem tiefen grenzenlosen Tod.
Doch sieh: ich eile schneller, nach dem Rot
Des neuen Morgens gierig, dir voraus.
O komm! Hinübergeh! Lösch aus, lösch aus!
Gezeichnetes, Beladenes, befleckt
Mit großer Müdigkeit, mit Schmerz bedeckt -
Vergeh - ich werde! Stirb - und ich vermag
Aufzuerstehn: o neuer, reinster Tag!

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Louise Otto (1819-1895)

Jahreswechsel

Wenn hoch vom Turm die Glocken klingen,
In mitternächtlich ernster Stund'
Des Jahres Scheidegruß zu bringen:
Dann lauschen wir, als werd' uns kund,
Was nun der neue Lauf der Horen
Uns Erdenpilgern bieten mag -
Das Jahr ward neuverjüngt geboren
Und festlich grüßt sein erster Tag.

Doch ist vergeblich alles Fragen,
Die Antwort lautet immer gleich:
Propheten sind aus unsern Tagen
Verbannt ins dunkle Sagenreich.
Kein Blick darf in die Werkstatt schweifen,
In der des Menschen Los sich webt,
Kein Arm in das Getriebe greifen,
Das Schicksals-Fäden senkt und hebt!

Das mussten alle wir erfahren
In unsrer Lieben engem Kreis -
Gebrochen müssen wir gewahren
Manch hoffnungsgrüne frisches Reis,
Und wo wir's ahnend kaum vermutet,
Da kam uns Rettung aus der Not,
Indessen dort ein Herz verblutet
Weil ihm sein Liebstes nahm der Tod!

Nur eitel ist das ird'sche Hoffen
Das sich an äußre Zeichen hält,
Ist nicht in uns ein Himmel offen,
Von dem kein Stern herunterfällt.
Wie sehr auch Sturm und Donner wettert
Und frische Hoffnungssaat zerschlägt
Und alle Rosen uns entblättert,
Wie Staub in alle Winde trägt.

Ein Himmel, den wir sicher schauen,
Wenn sich der Blick nur aufwärts hebt,
Ein Himmel, den wir selber bauen,
Wenn wir zum höchsten Ziel gestrebt,
Ein Himmel, draus seit Ewigkeiten
Zu uns die Schöpfungsformel spricht,
Die heiligste für alle Zeiten
Kein Chaos mehr! - es werde Licht!

Kein Chaos mehr - in unserm Leben,
Kein Chaos mehr im Vaterland!
Es werde Licht, - dies unser Streben,
Die Waffe dies in unsrer Hand
Des Gottesfunkens treue Wächter
An heil'ger Freiheit Hochaltar,
Und Feinde aller Lichtverächter:
So grüßen wir das neue Jahr.

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Manfred Remmel (geb. 1960)

Jahreswechsel

Noch kurze Zeit, dann ist's vorbei
das Jahr - was hat's gebracht?

Pech und Erfolg, von allem was
meist anders als gedacht

Wie wird's im neuen Jahr nun sein?
Lasst nicht nur Schicksal walten

Mit Kraft und Mut und Zuversicht
kann man es gut gestalten

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Karl Henckell (1864-1929)

Mein Neujahrswunsch

Was ich erwünsche vom neuen Jahre?
Dass ich die Wurzel der Kraft mir wahre,
Festzustehen im Grund der Erden,
Nicht zu lockern und morsch zu werden,
Mit den frisch ergrünenden Blättern
Wieder zu trotzen Wind und Wettern,
Mag es ächzen und mag es krachen,
Stark zu rauschen, ruhig zu lachen,
So in Regen wie Sonnenschein
Freunden ein Baum des Lebens zu sein.

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Achim von Arnim (1781-1831)

Neujahr

Altes Jahr, du ruhst in Frieden,
Deine Augen sind geschlossen;
Bist von uns so still geschieden
Hin zu himmlischen Genossen,
Und die neuen Jahre kommen,
Werden auch wie du vergehen,
Bis wir alle aufgenommen
Uns im letzten wiedersehen.
Wenn dies letzte angefangen,
Deutet sich dies Neujahrgrüßen,
Denn erkannt ist dies Verlangen,
Nach dem Wiedersehn und Küssen.

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Cäsar Flaischlen (1864-1920)

Neujahr

Goldrot im Nebel glüht die Sonne ...
frisch hinein in den prächtigen Tag!
frisch hinein in das junge Jahr!
vorwärts! Glück und Sieg entgegen!

Einen Mantel um, den Hut ins Gesicht,
einen Stock in die Hand! mehr braucht es nicht!
Um Gotteswillen nur nicht lang grämen!
nur nicht lang stehen und Abschied nehmen!
sei froh, den Kram einmal los zu sein!
oder mit langem Räumen und Schnüren
und Hin und Her die Zeit verlieren!
Es bleibt jedes Jahr ein kleiner Rest,
den man am besten liegen läßt!

Aber das ist's ja: ... das viele Gepäck,
mit dem man sich durchs Leben schleppt!
Einen Mantel um, den Hut ins Gesicht,
einen Stock in die Hand! mehr braucht es nicht!
ein bißchen Mut und Glückvertraun,
ein bißchen Zuversicht zu sich selber, ganz still!
dann geh und komme, was da will,
du brauchst nicht ängstlich zurückzusorgen,
ob alles in Ordnung, und umzudrehn,
du kannst jedwedem jungem Morgen
mit freier Kraft entgegengehn!

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Paul Keller (1873-1932)

Neujahr

Wenn die Tage des Jahres zu Ende sind,
Dann trägt die heilige Mutter ihr Kind
Hin zu der Menschen Hütten,
Dass allen, die litten und stritten,
Mit dem neuen Jahr und der neuen Zeit
Sei eine alte Gnade geweiht.
Eine Gnad’ die auf der Weisheit ruht:
Ein Kind ist glücklich, und Gott ist gut!
Und wer das hört in der Neujahrsnacht
Und im Herzen erwägt und mit gutem Bedacht,
der kann ja fürder nicht irre gehn;
Und seine Augen nach Glück aussehn.

Bleibe im Herzen den Kindern gleich,
Denn ihrer ist das Himmelreich,
Nicht nur der Himmel im Sternenzelt,
Nein, auch der Himmel auf dieser Welt,
In dem die süßesten Früchte stehn
Und die Ströme des Paradieses gehn.
Doch die nach anderem Glücke zogen,
Sind alle betrogen.
Ein Kind ist glücklich und Gott ist gut;
Wenn´s einer nur recht begreifen tut,
Der ist der Weiseste, den es gab,
Der lacht sich durchs Leben bis ans Grab.

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unbekannt

Neujahr

Wir sehen froh das alte Jahr
zu seinen Brüdern schweben,
und wenn es uns nicht stets günstig war,
wir wollen es ihm vergeben.
Es kann nicht immer Sonnenschein,
es muss auch trüber Himmel sein.
Was uns das neugeborene bringt,
ist noch in Nacht verborgen;
doch wenn uns Liebe und Freundschaft winkt,
so dürfen wir nicht sorgen.
Drum sollen Liebe, Freundschaft, Wein
im neuen Jahr die Losung sein.

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