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Ludwig Thoma (1867-1921)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/thoma.php

Neujahr bei Pastors

Mama schöpft aus dem Punschgefäße,
Der Vater lüftet das Gesäße
Und spricht: "Jetzt sind es vier Minuten
Nur mehr bis zwölfe, meine Guten.

Ich weiß, dass ihr mit mir empfindet,
Wie dieses alte Jahr entschwindet,
Und dass ihr Gott in seinen Werken
- Mama, den Punsch noch was verstärken! -

Und dass ihr Gott von Herzen danket,
Auch in der Liebe nimmer wanket,
Weil alles, was uns widerfahren
- Mama, nicht mit dem Arrak sparen! -

Weil, was geschah, und was geschehen,
Ob wir es freilich nicht verstehen,
Doch weise war, durch seine Gnade
- Mama, er schmeckt noch immer fade! -

In diesem Sinne meine Guten,
Es sind jetzt bloß mehr zwei Minuten,
In diesem gläubig frommen Sinne
- Gieß noch mal Rum in die Terrine! -

Wir bitten Gott, dass er uns helfe
Auch ferner - Wie? Es schlägt schon zwölfe?
Dann prosit! Prost an allen Tischen!
- Ich will den Punsch mal selber mischen."

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Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

Neujahrs-Choral

Das ist des Weges Wende!
Nun hebt voll Dank die Hände:
Heil uns, wir stehn am Tor!
Dahinter ist es helle,
Es leuchtet auf der Schwelle
Das junge Licht hervor.

Was werden wir nun sehen,
Wenn sich die Flügel drehen?
Die immer gleiche Bahn.
Heil uns: das Ziel gewonnen!
Heil uns: aufs neu begonnen!
Der Gang hebt wieder an.

Es geht von Tor zu Toren,
Und kein Schritt ist verloren,
Geht nur die Liebe mit.
Wohl dem, den sie begleitet!
Glück ist, wohin er schreitet,
Und fröhlich jeder Schritt.

Und mag in Nacht und Tagen
Uns böses Schicksal schlagen,
Wir bleiben doch getrost:
Uns ist zu jeder Stunde,
Uns ist für jede Wunde
Ein Balsam zugelost.

Die Liebe lässt auf Erden
Nicht müd und irre werden
Und keinen einsam stehn.
Auf Jahr mit Lust und Schmerzen!
Wir wolln mit reinen Herzen
Durch deine Pforte gehn!

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Gerhard P. Steil (geb. 1952)

Neujahrsgedicht

Endlich, endlich ist es da,
was haben wir gewartet,
das Alte wurde weggeknallt,
das Neue ist gestartet.

Wie's Neue wird und ob's gelingt
kann heute keiner wissen,
fantastisch, wenn's uns Gutes bringt,
betrüblich, wenn's beschissen.

In diesem Sinne habt euch wohl
und lasst's euch gut ergehen,
was immer auch im neuen Jahr
noch alles wird geschehen.

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Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898)

Neujahrsglocken

In den Lüften schwellendes Gedröhne,
Leicht wie Halme beugt der Wind die Töne:

Leis verhallen, die zum ersten riefen,
Neu Geläute hebt sich aus den Tiefen.

Große Heere, nicht ein einzler Rufer!
Wohllaut flutet ohne Strand und Ufer.

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Johann Peter Hebel (1760-1826)

Neujahrslied

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zu Zeiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch e wir's bitten,
ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder
und kein Mensch wird's wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage,

jedem auf dem Lebenspfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Neujahrslied

Das alte Jahr vergangen ist,
Das neue Jahr beginnt.
Wir danken Gott zu dieser Frist,
Wohl uns, dass wir noch sind!
Wir sehn auf's alte Jahr zurück,
Und haben neuen Mut:
Ein neues Jahr, ein neues Glück!
Die Zeit ist immer gut.

Ja, keine Zeit war jemals schlecht:
In jeder lebet fort
Gefühl für Wahrheit, Ehr' und Recht
Und für ein freies Wort.
Hinweg mit allem Weh und Ach!
Hinweg mit allem Leid!
Wir selbst sind Glück und Ungemach,
Wir selber sind die Zeit.

Und machen wir uns froh und gut,
Ist froh und gut die Zeit,
Und gibt uns Kraft und frohen Mut
Bei jedem neuen Leid.
Und was einmal die Zeit gebracht,
Das nimmt sie wieder hin -
Drum haben wir bei Tag und Nacht
Auch immer frohen Sinn.

Und weil die Zeit nur vorwärts will,
So schreiten vorwärts wir;
Die Zeit gebeut, nie stehn wir still,
Wir schreiten fort mit ihr.
Ein neues Jahr, ein neues Glück!
Wir ziehen froh hinein,
Denn vorwärts! vorwärts! nie zurück!
Soll unsre Losung sein.

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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/goethe.php

Neujahrslied

Wer kömmt! Wer kauft von meiner War'!
Devisen auf das neue Jahr,
Für alle Stände.
Und fehlt auch einer hie und da,
Ein einz'ger Handschuh passt sich ja
An zwanzig Hände.

Du Jugend, die du tändelnd liebst,
Ein Küsschen um ein Küsschen gibst,
Unschuldig heiter.
Jetzt lebst du noch ein wenig dumm;
Geh nur erst dieses Jahr herum,
So bist du weiter.

Die ihr schon Amors Wege kennt
Und schon ein bisschen lichter brennt,
Ihr macht mir bange.
Zum Ernst, ihr Kinder, von dem Spaß!
Das Jahr! zur höchsten Not noch das,
Sonst währt's zu lange.

Du junger Mann, du junge Frau,
Lebt nicht zu treu, nicht zu genau
In enger Ehe.
Die Eifersucht quält manches Haus
Und trägt am Ende doch nichts aus
Als doppelt Wehe.

Der Witwer wünscht in seiner Not,
Zur sel'gen Frau durch schnellen Tod
Geführt zu werden.
Du guter Mann, nicht so verzagt!
Das, was dir fehlt, das, was dich plagt,
Findst du auf Erden.

Ihr, die ihr Misogyne heißt,
Der Wein heb euern großen Geist
Beständig höher.
Zwar Wein beschwöret oft den Kopf,
Doch der tut manchem Ehetropf
Wohl zehnmal weher.

Der Himmel geb zur Frühlingszeit
Mir manches Lied voll Munterkeit,
Und euch gefall es.
Ihr lieben Mädchen, singt sie mit,
Dann ist mein Wunsch am letzten Schritt,
Dann hab ich alles.

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Adolf Friedrich von Schack (1815-1894)

Neujahrsnacht

Schnee, weithin Schnee! Und immer noch streut
Der Winter stäubende Flocken;
Vom Turme tönt es wie Sterbegeläut,
Und mir bebt das Herz mit den Glocken.

Todblasse Gestalten durchschweben die Luft,
Die jammernd die Hände ringen,
Fernher dazwischen in Nebelduft
Der Mitternachtmette Singen.

Klagt, Glocken, klagt, dass mit jedem Jahr
Wir ärmer an Glauben und Lieben!
Klagt um das Viele, das unser war,
Und das Wenige, das uns geblieben.

Dahin, was nimmer, o nimmer kehrt,
Der Tau auf des Lebens Blüte;
Erloschen der heilige Flammenherd,
Der Glut in die Seele sprühte!

Klagt, Glocken, klagt um des Menschen Geschick,
Der ewig Verlornes bejammert
Und umsonst den schwindenden Augenblick
Im Schiffbruch des Lebens umklammert.

Er späht und späht nach dem rettenden Port
Im Meere, dem uferlosen,
Doch fort, von Klippe zu Klippe fort,
Reißt ihn der Wellen Tosen.

Zwölf Schläge vom Turm! Gestorben das Jahr;
Bleich dämmert durch Nebel und Flocken
Das neue herauf mit dem kalten Januar;
Im Winde verhallen die Glocken.

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Joachim Ringelnatz (1883-1934)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/ringelnatz.php

Neujahrsnachtfahrt

Wenn du nachts in ein Auto steigst
Und dir ist bang und winterlich zu Mut,
Und du dem Chauffeur die Richtung zeigst,
Und sagst: „Sie fahren gut.“

Wenn du so den Kopf des Wagenlenkers lenkst,
Dass er's gar nicht gewahrt,
Wie du traurig bist und an Sterben denkst, -
Das ist nächtliche Fahrt.

Draußen leuchtet Volk und lacht und schießt. -
Mitlächelnd denkst du fremdwärts still
An etwas, was du vom Flugzeug aus siehst,
An ein Flüsschen, das unter dir weit fließt
Sohin, dorthin, wo es muss; nicht will.

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Hans Retep (geb. 1956)
www.hans-retep-gedichte.de/gedichte_silvester_neujahr.php

Neujahrswetter

Das neue Jahr beginnt
Mit Regen aus dem alten
Dein Leben solltest du
Trotzdem nicht nur verwalten

Riskier etwas, hab Mut
Musst du auch Wunden lecken
Dann weißt du erst, wie gut
Die schweren Siege schmecken

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Christian Wernicke (1661-1725)

Neujahrswünsche

Es spricht Marcolphus mir am neuen Jahrstag zu
Und wünscht mir, was er mir entwendet, Fried' und Ruh';
Er wünscht mir lange Jahr' und raubt mir meine Zeit,
Veranlasst mich zum Fluch und wünscht mir Seligkeit;
In seinem Antlitz sitzt das Merkmal böser Tage,
Und sein Neujahrswunsch ist des Neujahrs erste Plage.

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Ludwig Uhland (1787-1862)

Neujahrswunsch 1817

Wer redlich hält zu seinem Volke,
Der wünsch ihm ein gesegnet Jahr!
Vor Misswachs, Frost und Hagelwolke
Behüt uns aller Engel Schar!
Und mit dem bang ersehnten Korne,
Und mit dem lang entbehrten Wein
Bring uns dies Jahr in seinem Horne
Das alte, gute Recht herein!

Man kann in Wünschen sich vergessen,
Man wünschet leicht zum Überfluss,
Wir aber wünschen nicht vermessen,
Wir wünschen, was man wünschen muss.
Denn soll der Mensch im Leibe leben,
So brauchet er sein täglich Brot,
Und soll er sich zum Geist erheben,
So ist ihm seine Freiheit not.

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Friedrich Rückert (1788-1866)

Nun ist das Licht im Steigen ...

Nun ist das Licht im Steigen,
Es geht ins neue Jahr.
Lass deinen Mut nicht neigen,
Es bleibt nicht, wie es war.
So schwer zu sein, ist eigen
Im Anfang immerdar,
Am Ende wird sich's zeigen,
Wozu das Ganze war.
Nicht zage gleich dem Feigen
Und klag' in der Gefahr!
Schwing auf zum Sonnenreigen
Dich schweigend wie der Aar!
Und wenn du kannst nicht schweigen,
So klage schön und klar!

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unbekannt

Schnell eilen die Jahre...

Schnell eilen die Jahre des Lebens,
du rufest am Schluss vergebens
den Anfang des Jahres zurück.
Lass andere sinnen und grübeln,
nimm weise das Gute vom Übeln
und hasche das flüchtige Glück!

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Ludwig Eichrodt (1827-1892)

Simples Neujahrslied

Vorüber ist das alte Jahr,
Ich wünsche Glück zum neun!
Was euch das alte noch nicht war,
Soll euch das neue sein.

Ich greife zu dem vollen Glas,
Und trink es aus und sag,
Ich wünsche Jedem Alles was
Er selbst sich wünschen mag.

Ich wünsch euch Alles, was auch euch
Befriediget und reizt,
Und dass mit euern Wünschen sich
Der meinen keiner kreuzt!

So treten wir ins neue Jahr
Getrosten Mutes ein -
Und was im alten noch nicht war,
Erfülle sich im neun!

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