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Ernst Moritz Arndt (1769-1860)

Ich wünsche dir zur Kommunion...

Ich wünsche dir zur Kommunion,
Dass Gott Vater und Gott Sohn
Beschützen dich mit Segen
Auf allen deinen Wegen.
Dann wanderst fromm und glücklich du
Der gold'nen Himmelspforte zu.

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Gustav Falke (1853-1916)

Konfirmation

Warst eben aus der Kirche gekommen,
Das junge Herz noch heilig beklommen,
Aber doch wieder weltlich so weit,
Dass du mir zur linken Seit
Brav Brötchen schmaustest am Frühstückstisch,
Und nach dem Brötchen frech und frisch
Das größte Stück nahmst von der Torte.
Zur Rechten mir sprach würdige Worte
Der Großpapa. Ihm hatte vor allen
Des Herrn Pastoren Text gefallen:
»Der Glaube macht es, der Glaube allein.
Des sollen wir denn getröstet sein,
Nicht lassen durch Spott und Hohn uns rauben
Den wahren, einfältigen Christenglauben.«
Der Papa nach seiner stillen Art
Lächelt in den weißen Bart:
»Ich würde das alles auch unterschreiben,
Wär ich Pastor. Bins nicht, lass es bleiben.«
Auch ich hätt gern vermerkt, was ich dacht,
Aber es war nicht angebracht.
Achte den Glauben nicht gering,
Es ist um den Glauben ein trefflich Ding,
Und ging er dir über in Fleisch und Blut,
Fährst du wahrlich mit ihm gut.
Von mir schon längst er Abschied nahm,
Irgendwo mir abhanden kam.
Sind mir nur die zwei andern geblieben:
Das Hoffen, Kind, und das Lieben, das Lieben.

Mit diesen beiden kam ich bisher
Leidlich zurecht, oft etwas für quer,
Aber alles in allem genommen,
Bin ich dabei zu Gewinn gekommen,
Und möchte im Leben nicht anders fahren,
Und bin doch schon einigermaßen bei Jahren.
Du hast nun die Schule erst hinter dir,
Die Welt liegt vor dir, ein blühend Revier,
In das deine schönen, großen, grauen
Augen erwartend und ahnend schauen.

Dein schwarzes Kleid, dein süßes Gesicht,
Deines Zöpfchens blondbraun Licht,
Dein kindlich Wesen, dein schwellender Mund,
Dein junger Leib, frisch und gesund:
Wie ich so neben dir sitze, geht
Es wie ein tief und fromm Gebet
Durch mein ungläubig Herz, und leis,
Verstohlen, nach frommer Beter Weis,
Kreuz ich die Finger: Hoffen und Lieben,
Die treu mir alle Tage geblieben,
Wendet auch diesem Kind euch zu,
Streut eure Rosen vor seinem Schuh,
Dass es gleich mir mit hellem Mut
Spricht dereinst: Das Leben ist gut.

Du aber, Liebe, reich mir sacht
Das Glas jetzt, ihr seis dargebracht.
»Mein Fräulein, Ihr spezielles Wohl.« -
Dass doch der Teufel das Rotwerden hol!

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Friedrich von Logau (1605-1655)

Freundschaft mit Gott

Wenn ein Mensch mit Gott gut steht,
Der steht wohl, wenns übel geht;
Denn er kann die höchsten Gaben,
Vater, Bruder, Tröster haben.

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Eduard Mörike (1804-1875)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/moerike.php

Rückblick

Zu einer Konfirmation

Bei jeder Wendung deiner Lebensbahn,
Auch wenn sie glückverheißend sich erweitert
Und du verlierst, um Größres zu gewinnen:
-- Betroffen stehst du plötzlich still, den Blick
Gedankenvoll auf das Vergangne heftend;
Die Wehmut lehnt an deine Schulter sich
Und wiederholt in deine Seele dir,
Wie lieblich alles war, und dass es nun
Damit vorbei auf immer sei, auf immer!

Ja, liebes Kind, und dir sei unverhohlen:
Was vor dir liegt von künftgem Jugendglück,
Die Spanne misst es einer Mädchenhand.
Doch also ward des Lebens Ordnung uns
Gesetzt von Gott; den schreckt sie nimmermehr,
Der einmal recht in seinem Geist gefasst,
Was unser Dasein soll. Du freue dich
Gehabter Freude; andre Freuden folgen,
Den Ernst begleitend; dieser aber sei
Der Kern und sei die Mitte deines Glücks!

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Christian Morgenstern (1871-1914)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/morgenstern.php

Stilles Reifen

Alles fügt sich und erfüllt sich,
musst es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr' und Felder reichlich gönnen.

Bis du eines Tages jenen
reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte
in die tiefen Speicher führest.

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Christian Morgenstern (1871-1914)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/morgenstern.php

Sieh nicht, was andre tun...

Sieh nicht, was andre tun,
der andern sind so viel,
du kommst nur in ein Spiel,
das nimmermehr wird ruhn.

Geh einfach Gottes Pfad,
lass nichts sonst Führer sein,
so gehst du recht und grad,
und gingst du ganz allein.

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Rainer Maria Rilke (1875-1926)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/rilke.php

Die Konfirmanden

In weißen Schleiern gehn die Konfirmanden
tief in das neue Grün der Gärten ein.
Sie haben ihre Kindheit überstanden,
und was jetzt kommt, wird anders sein.

O kommt es denn! Beginnt jetzt nicht die Pause,
das Warten auf den nächsten Stundenschlag?
Das Fest ist aus, und es wird laut im Hause,
und trauriger vergeht der Nachmittag...

Das war ein Aufstehn zu dem weißen Kleide
und dann durch Gassen ein geschmücktes Gehn
und eine Kirche, innen kühl wie Seide,
und lange Kerzen waren wie Alleen,
und alle Lichter schienen wie Geschmeide,
von feierlichen Augen angesehn.

Und es war still, als der Gesang begann:
Wie Wolken stieg er in der Wölbung an
und wurde hell im Niederfall; und linder
denn Regen fiel er in die weißen Kinder.
Und wie im Wind bewegte sich ihr Weiß,
und wurde leise bunt in seinen Falten
und schien verborgne Blumen zu enthalten -:
Blumen und Vögel, Sterne und Gestalten
aus einem alten fernen Sagenkreis.

Und draußen war ein Tag aus Blau und Grün
mit einem Ruf von Rot an hellen Stellen.
Der Teich entfernte sich in kleinen Wellen,
und mit dem Winde kam ein fernes Blühn
und sang von Gärten draußen vor der Stadt.

Es war, als ob die Dinge sich bekränzten,
sie standen licht, unendlich leicht besonnt;
ein Fühlen war in jeder Häuserfront,
und viele Fenster gingen auf und glänzten.

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Friedrich Rückert (1788-1866)

Sei unbetört und unverstört…

Sei unbetört und unverstört!
Was zu des Lebens Glück gehört,
hat dir ein Gott gegeben;
und was er dir nicht gab, gehört,
o glaub es, nicht zum Leben.
Was du nicht hast, das ist die Last,
die du nicht aufgeladen hast;
du hast die Lust am Leben.
Sei unverstört und unbetört!
Was zu des Lebens Lust gehört,
das hat dir Gott gegeben.

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Friedrich Rückert (1788-1866)

Was dir der Himmel schickt...

Was dir der Himmel schickt,
das nimm du dankbar an;
und ist es minder gut,
so ist's doch so getan,
dass es ein guter Mut
zum Besten wenden kann.

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unbekannt

Kennst du den Stern...

Kennst du den Stern,
der durch das Leben glänzet,
der jede Freude,
jeden Schmerz bekränzet,
der Blumen bringt,
wenn auch der Frühling flieht,
der fort und fort
in gleicher Schönheit blüht?
O, hüt ihn, dass kein Zweifel
ihn dir raube:
Es ist dein höchstes Glück,
es ist der Glaube.

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Horst Winkler
www.versschmiede.de/themen/anlaesse/kommunion

Vers zur Kommunion

Zu deiner ersten Kommunion
Wirst du von IHM begleitet
Vertrau auf IHN und du wirst sehn
Dass ER dich gut geleitet

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Horst Winkler
www.versschmiede.de/themen/anlaesse/jugendweihe

Den Kinderschuhen entwachsen...

"Den Kinderschuhen entwachsen"
Das hörst du voller Stolz
Doch fühlst du dich kaum anders
Bist noch vom gleichen Holz

Du spürst es ganz allmählich
Erkennst den Unterschied
Man wird dich noch mehr fordern
Auf jeglichem Gebiet

Es wird sehr vieles schwerer
Wenn man erwachsen ist
Und eh du dich versehen
Die Kindheit du vermisst

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