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zu deinem Jubelfeste
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und uns dabei als Gäste.

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Hans Retep (geb. 1956)

Jahres-Rückblick für [Name]

Mein Freund, wie war dein letztes Jahr?
War’s gut, war’s schlecht? Ach ja,
im Winter legte dich die Grippe flach,
war an sich keine große Sach,
doch wurde dir vor Fieber flau –
und die ganze Zeit nichts im TV!

Im Frühling stiegst auf das Dach,
doch runter ging’s mit Ach und Krach.
Lang fühltest du dich wie die Sau -
und die ganze Zeit nichts im TV!

Im Sommer dann die Tour mit dem Rad,
wie kamst du überhaupt in den Draht?
Der Krankenschein war keine Schau -
und noch immer kam nichts im TV!

Ich wünsch dir, dass die nächsten Jahre besser werden,
pass auf und bleibe mit dem Fuß auf Erden!
Zwar weißt du nie, was die Zukunft bringt,
ob’s Schicksal nett oder böse winkt.
Nur eins, das weiß ich ganz genau:
Auch nächstes Jahr kommt nichts im TV!

 

Hans Retep (geb. 1956)

Ich wünsch dir was

Zum Geburtstag viel Glück
Vom Kuchen ein großes Stück
Geschenke nicht zu knapp
Mach’s gut, alter Sack

 

Hans Retep (geb. 1946)

Geburtstagshasser-Blues

Wenn du Geburtstage hasst
Wenn du Geburtstage hasst
Kannst du es trotzdem nicht ändern,
Dass du Geburtstag hast.

Drum wünsche ich dir viel Glück
Drum wünsche ich dir viel Glück
Du kannst dagegen nichts tun,
Dass ich dir wünsche Glück.

Denk einfach immer daran
Denk einfach immer daran
Demnächst ist's wieder ein andrer,
Der sich nicht wehren kann.

Demnächst ist's wieder ein andrer
Demnächst ist's wieder ein andrer
Demnächst ist's wieder ein andrer,
Der sich nicht wehren kann.

 

Wersch (geb. 1964), www.literaturnische.de

Mein erstes Geburtstagsgedicht

Zum Geburtstag ein Gedicht,
das sei nun für dich begonnen!
Solche Gabe gab’s noch nicht
von mir selbst, ich will nicht schonen
Hosenboden und Reimepflicht.

Will dir schöne Worte sagen,
schmuck, doch wahr! Zu unsrem Ruhm
solln sie schlanke Versfüß’ tragen,
die bestünden Dudens Zoom.
Und natürlich Glück dir wünschen.

Schön und nötig hier dies Wörtchen:
wünschen, doch was darauf reimen?
Zettelknüllen, mich fest dran leimen
hilft nicht - fort aufs stille Örtchen,
bis sich dort die Kacheln tünschen.

Nun ist’s schon geschehn: Die Reime
werden immer schlimmer, im Schleime
rutsch ich und was mach ich bloß?
Selbst im Kulli steckt ein Kloß!

Deshalb jetzt nur noch ein kurzer Spruch:
Trag’ Geburtstag und Gedicht wie ein Mann;
Alter und Lyrik sind nicht immer Fluch.
Doch reiche bitte gleich mir Glas und Tuch,
damit den Durst und Schweiß ich löschen kann.

Der tut arg aus meinen Drüsen schießen,
seit die coolen Musen mich verließen.
Hach, für dich und mich zum Glück ist Ende,
mit Wisch und Prost zu dir ich endlich wende!