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Politische Gedichte – Dichter 1 2 3 · Titel 1 2 3 · Beliebteste · Neueste |
Bürger · Der Bauer
| Byron · Abschied von England vor seiner Reise nach Lissabon
Chamisso · Das Riesen-Spielzeug
| Claudius · An den Tod
Eichendorff · Der Adel und die Revolution
| Eichendorff · Der Wegelagerer
Eichendorff · Der neue Rattenfänger
| George · Porta Nigra
Gottfried von Straßburg · Leuten und Land...
| Grillparzer · In Politik...
| Haug · Cäsar
Heine · An einen politischen Dichter
| Heine · Adam der Erste
| Heine · Die Wahlesel
Henckell · Ostern 1917
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Gottfried August Bürger (1747-1794) Der Bauer In seinen Durchlauchtigen Tyrannen
Wer bist du, Fürst, dass ohne Scheu
Wer bist du, Fürst, dass in mein Fleisch
Wer bist du, daß, durch Saat und Forst,
Die Saat, so deine Jagd zertritt,
Du Fürst hast nicht, bei Egg' und Pflug,
Ha! du wärst Obrigkeit von Gott?
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George Gordon Lord Byron (1788-1824) Abschied von England vor seiner Reise nach Lissabon Leb wohl! leb wohl! im blauen Meer
Wir segeln jener Sonne zu,
Mit dir, mein Schiff, durchsegl ich frei
Seid mir willkommen, Meer und Luft! (aus dem Englischen von Heinrich Heine)
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Adelbert von Chamisso (1781-1838) Das Riesen-Spielzeug Burg Niedeck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt,
Einst kam das Riesen-Fräulein aus jener Burg hervor,
Mit wen'gen raschen Schritten durchkreuzte sie den Wald,
Wie jetzt zu ihren Füßen sie spähend niederschaut,
"Ei! artig Spielding!" ruft sie, "das nehm ich mit nach Haus."
Und eilt mit freud'gen Sprüngen, man weiß, wie Kinder sind,
Der Alte saß am Tische und trank den kühlen Wein,
Sie spreitet aus das Tüchlein und fängt behutsam an,
Der Alte wird gar ernsthaft und wiegt sein Haupt und spricht:
Sollst gleich und ohne Murren erfüllen mein Gebot;
Burg Niedeck ist im Elsaß der Sage wohlbekannt,
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Matthias Claudius (1740-1815) An den Tod An meinem Geburtstage
Lass mich, Tod, lass mich noch leben! –
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Joseph von Eichendorff (1788-1857) Der Adel und die Revolution Prinz Rokoko, hast dir Gassen
Wo sonst nur gemein Gefieder
Quellen, die sich unterfingen,
Und bei ihrem sanften Rauschen
Prinz Rokoko, Prinz Rokoko,
Springbrunn in dem Marmorbecken
Daphne will nicht weiter schweifen
Lass' die Wälder ungeschoren,
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Joseph von Eichendorff (1788-1857) Der Wegelagerer Es ist ein Land, wo die Philister thronen,
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Joseph von Eichendorff (1788-1857) Der neue Rattenfänger Juchheisa! und ich führ den Zug
Was! wir gering? Ihr vornehm, reich?
Das alte Lied, das spiel ich neu,
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Stefan George (1868-1933) Porta Nigra Dass ich zu eurer zeit erwachen musste
Hier zog die Mosel zwischen heitren villen..
Im schwarzen flor der zeiten doch voll stolz
Das edelste ging euch verloren: blut.. (Die Porta Nigra ist ein ca. 1800 Jahre altes Römisches Stadttor und Wahrzeichen der Stadt Trier.)
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Gottfried von Straßburg (gestorben ca. 1220) Leuten und Land... Liute unde lant die mohten mit genâden sîn,
(aus dem Mittelhochdeutschen von Wersch)
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Franz Grillparzer (1791-1872) In Politik... In Politik zwei wichtge kleine Dinger
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Friedrich Haug (1761-1829) Cäsar Er kommt, er schaut, er siegt,
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Heinrich Heine (1797-1856) An einen politischen Dichter Du singst, wie einst Tyrtäus sang,
Beifällig horchen sie dir zwar,
Sie pflegen auch beim Glase Wein
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied
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Heinrich Heine (1797-1856) Adam der Erste Du schicktest mit dem Flammenschwert
Ich ziehe fort mit meiner Frau
Du kannst nicht ändern, dass ich weiß,
O Gott! wie erbärmlich ist doch dies
Vermissen werde ich nimmermehr
Ich will mein volles Freiheitsrecht!
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Heinrich Heine (1797-1856) Die Wahlesel Die Freiheit hat man satt am End',
Jedwede Tiergattung versammelte sich,
Das Komitee der Esel ward
Es gab eine kleine Pferdepartei,
Als einer jedoch die Kandidatur
Du bist ein Verräter, es fließt in dir
Du stammst vom Zebra vielleicht, die Haut,
Und wärst du kein Fremdling, so bist du doch nur
Ich aber versenkte die Seele ganz
Ich bin kein Römling, ich bin kein Slaw';
Sie spielten nicht mit Galanterei
Die Väter sind nicht tot! Im Grab
Verklärte Esel im Glorialicht!
O welche Wonne, ein Esel zu sein!
Der große Esel, der mich erzeugt,
Ich bin ein Esel, und will getreu,
Und weil ich ein Esel, so rat ich euch,
Wir alle sind Esel! I-A! I-A!
So sprach der Patriot. Im Saal
Sie haben des Redners Haupt geschmückt
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Karl Henckell (1864-1929) Ostern 1917 Und wir schritten durch Schleier, und jeder sah
Und wieder bebte der Erde Grund,
O, die wir gewandelt in Dunkelheit
Wir recken die schaffenden Hände zum Licht
Wir schöpfen die Himmel, wir schöpfen den Strahl
Und wir schreiten in stählender Lüfte Wehn
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