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anonym

Scherzgedicht vom sauersüßen Ehestand

Die Bienlein Honig ha'n, damit sie uns ergötzen,
ein Stachel sie auch ha'n, damit sie uns verletzen;
darum das Bienlein ist ein sauersüßes Tier,
wer sich vorm Stachel fürcht, kein Honig find er hier.
Ein solches Bienlein ist der heilig Stand der Ehe,
da find sich Honigfreud, da find sich Sorg und Wehe:
Dies Bienlein sauersüß von Freud und Sorg gemacht,
Herr Bräutigam und Braut, dies sag ich euch, habt acht!

(aus dem Jahr 1644)

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Wilhelm Busch (1832-1908)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/wilhelm_busch.php

Und hier besiegeln...

Und hier besiegeln diese Zwei
sich dauerhafte Lieb und Treu.
Hoch ist der Liebe süßer Traum
erhaben über Zeit und Raum.

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Emanuel Geibel (1815-1884)

Das ist die rechte Ehe...

Das ist die rechte Ehe,
wo Zweie sich geeint,
durch alles Glück und Wehe
zu pilgern treu vereint.
Der eine Stab des andern,
und liebe Last zugleich,
gemeinsam Rast und Wandern,
und Ziel das Himmelreich.

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Friedrich von Logau (1605-1655)

Hochzeit-Fest

Heut ist ein Binde-Tag; der Bräutgam bindt die Braut,
Die Braut den Bräutigam. Das Band, das ist von Haut;
Es trifft auf einen Punkt das lösen und das binden;
Man sieht durch Lösen sie sich mehr zusammen winden.

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Du wirst im Ehstand viel erfahren…

Du wirst im Ehstand viel erfahren,
was dir ein halbes Rätsel war,
bald wirst du aus Erfahrung wissen,
wie Eva einst hat handeln müssen,
dass sie hernach den Kain gebar.
Doch, Schwester, diese Ehstandspflichten,
wirst du von Herzen gern verrichten,
denn glaube mir, sie sind nicht schwer.
Doch jede Sache hat zwo Seiten:
Der Ehstand bringt zwar viele Freunden,
allein auch Kummer bringet er;
drum, wenn dein Mann dir finstre Mienen,
die du nicht glaubtest zu verdienen,
in seiner üblen Laune macht,
so denke, das ist Männergrille
und sag: Herr, es gescheh dein Wille
bei Tag – und meiner bei der Nacht.

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Johannes Plavius (? - nach 1630)

Beschreibung des ehlosen Standes

Ein Fass, welchs niemand füllen kann,
Ein Durst, den niemand stillen kann,
Ein Hass, den man nicht enden kann,
Ein Zorn, den man nicht wenden kann,
Ein Hoffen, voller Angst und Forcht,
Ein Förchten, das auf Hoffnung horcht,
Ein ungetröste Traurigkeit,
Ein angestellte Fröhlichkeit,
Ein Haus, da keine Sonne scheint,
Ein Garten, da nicht Bäume seind,
Ein Garten, da man irre geht,
Ein fest-verschlossen Rosenbeet,
Ein Obest, das nicht feste steht,
Ein Apfel, den der Wind abweht,
Ein Ohne-Frucht und Weiden-Baum,
Ein Selten-Schlaf, ein steter Traum,
Ein Witwerbett, ein wüster Raum,
Ein mutig Pferd, frei, ohne Zaum,
Ein kühner Reiter ohne Pferd.
Ein reicher Schatz, bedeckt mit Erd',
Ein Orgelwerk, ohn' Organist',
Ein Sparer, da kein Zehrer ist,
Ein Saitenspiel, ohn' allen Klang,
Ein Auferwachsen, ohne Zwang,
Ein schöner Becher, ohne Trank,
Ein Wohlverdienen, ohne Dank,
Ist Einsamkeit und Jungfrauschaft,
Wo man der starken Liebekraft
Erfahren muss. Drum lob' ich euch,
Herr Bräutigam, und auch zugleich
Euch Jungfrau Braut, dass ihr dem Weh
Jetzt abzusterben durch die Eh
Bereit seid, und wünsch' euch dazu,
Nach diesem Tode, sanfte Ruh',
Und nach der Ruhe solche Lust,
Die solchen Toden ist bewusst,
Und nach der Lust denn wieder Ruh.
So bringt man tot sein Leben zu!

(Auszug)

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Friedrich von Schiller (1759-1805)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/schiller.php

Denn wo das Strenge mit dem Zarten...

Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
Wo Starkes sich und Mildes paarten,
Da gibt es einen guten Klang.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
Ob sich das Herz zum Herzen findet!
Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

(Aus: Das Lied von der Glocke)

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William Shakespeare (1564-1616)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/shakespeare.php

Sonett IX

Willst du dein Leben ehelos vergeuden,
Damit nicht eine Witwenträne fällt?
Ach! wenn du kinderlos dann müsstest scheiden,
Bangt um dich das verlaß'ne Weib: die Welt.
Die Welt wird deine Witwe sein, und weinen,
Dass sie von dir kein Ebenbild behält,
Wenn jede Erdenwitw' in ihren Kleinen
Des Gatten Gleichnis sich lebendig hält.
Sieh, was ein Wüstling in der Welt verschwendet,
Vertauscht die Stätte nur, es bleibt im Brauch;
Doch in der Welt verprasste Schönheit endet:
Und sie zerstört verbrauchend Nichtgebrauch.
Das Herz liebt andre nicht, das solche Schmach
Selbstmordend an sich selber üben mag.

(aus dem Englischen von Gottlob Regis)

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Theodor Storm (1817-1888)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/theodor_storm.php

Die Liebe

Die Liebe,
Welch lieblicher Dunst;
Doch in der Ehe,
Da steckt die Kunst.

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