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Sommergedichte – Dichter 1 2 3 · Titel 1 2 3 · Beliebteste · Neueste |
Fontane · Guter Rat
| Storm · Hinter den Tannen
| Lingg · Hochsommer
| Geibel · Hochsommer
Trakl · In einem alten Garten
| Dörmann · Julinacht
| Falke · König Sommer
Ringelnatz · Landregen
| Fontane · Mittag
| Christen · Nach dem Regen
| Stadler · Pans Trauer
Keller · Regen-Sommer
| Liliencron · Schöne Junitage
| Meyer · Schwüle
| Trakl · Sommer
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Theodor Fontane (1819-1898) Guter Rat An einem Sommermorgen
Des Himmels heitere Bläue
Rings Blüten nur und Triebe
So heimisch alles klinget
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Theodor Storm (1817-1888) Hinter den Tannen Sonnenschein auf grünem Rasen,
Und ein Junge kniet daneben,
Hinter jenen Tannen war es,
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Hermann von Lingg (1820-1905) Hochsommer O Frühling, holder fahrender Schüler,
Doch ach! die schönen Stunden fehlen,
Nicht singt mehr, wie am Maienfeste,
Der goldne längste Tag ist nieder,
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Emanuel Geibel (1815-1884) Hochsommer Von des Sonnengotts Geschossen
In der glutgeborstnen Erde
Kein Gesang mehr in den Zweigen!
Komm, o komm in Wetterschlägen!
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Georg Trakl (1887-1914) In einem alten Garten Resedaduft entschwebt im braunen Grün,
Verlassen sonnt sich die Terrasse dort,
Die Lauben scheinen hell, da junge Frau'n
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Felix Dörmann (1870-1928) Julinacht Die Mondeslichter rinnen
Wie schlummertrunken schweigen
Nur manchmal, traumhaft leise,
Mein Herz ist ruh-umfangen,
Nur manchmal, traumhaft leise,
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Gustav Falke (1853-1916) König Sommer Nun fallen leise die Blüten ab,
König Sommer bereist sein Land
Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,
König Sommer auf rotem Ross
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Joachim Ringelnatz (1883-1934) Landregen Der Regen rauscht. Der Regen
Und Käferchen ertrinken
Im Regenrauschen schweigen Es rauscht urewige Musik.
Und dennoch sucht mein Blick
Ich kann das schwere, kalte Laub
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Theodor Fontane (1819-1898) Mittag Am Waldessaume träumt die Föhre,
Rings Sonnenschein auf Wies' und Wegen,
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Ada Christen (1839-1901) Nach dem Regen Die Vögel zwitschern, die Mücken
Die Tauben girren und kosen
Es knistert in den Büschen,
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Ernst Stadler (1883-1914) Pans Trauer Die dunkle Trauer,
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Gottfried Keller (1819-1890) Regen-Sommer Nasser Staub auf allen Wegen!
Traurig ruhn des Waldes Lieder,
Krankes Weib am Findelsteine
Fleh' zu Gott, der ja die Saaten
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Detlev von Liliencron (1844-1909) Schöne Junitage Mitternacht, die Gärten lauschen,
Sonnengrüner Rosengarten,
Straßentreiben, fern, verworren,
Langsam graut der Abend nieder,
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Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) Schwüle Trüb verglomm der schwüle Sommertag,
Bleich das Leben! Bleich der Felsenhang!
Eine liebe, liebe Stimme ruft
Endlich, endlich durch das Dunkel bricht –
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Georg Trakl (1887-1914) Sommer Am Abend schweigt die Klage
Schwarzes Gewitter droht
Nimmer regt sich das Laub
Stille leuchtet die Kerze Windstille, sternlose Nacht.
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