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Herbstgedichte – Dichter 1 2 3 4 · Titel 1 2 3 4 · Beliebteste · Neueste |
Lichtenstein · Nebel
| Liliencron · Herbst
| Lingg · Herbst
| Meyer · Fülle
Mörike · Septembermorgen
| Müller-Jahnke · Herbst
| Rilke · Ende des Herbstes
Rilke · Herbsttag
| Rilke · Herbst
| Rilke · Dich wundert nicht des Sturmes Wucht...
Saar · Herbst
| Sack · Herbst
| Stadler · Schloss im Herbst
| Storm · Herbst
Storm · Oktoberlied
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Alfred Lichtenstein (1889-1914) Nebel Ein Nebel hat die Welt so weich zerstört.
Gefangne Fliegen sind die Gaslaternen.
Wir aber, die, verrucht, zum Tode taugen,
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Detlev von Liliencron (1844-1909) Herbst Astern blühen schon im Garten,
Brauner dunkelt längst die Heide,
Pfirsich an der Gartenmauer,
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Hermann von Lingg (1820-1905) Herbst Was hab' ich nicht alles dem Himmel verziehn,
Wo einsam im Winde die Blume sich neigt,
Sie schreiten und reiten um Berg und zu Tal,
Und alles sei freudig dem Himmel verziehn,
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Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898) Fülle Genug ist nicht genug! Gepriesen werde
Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!
Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen
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Eduard Mörike (1804-1875) Septembermorgen Im Nebel ruhet noch die Welt,
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Clara Müller-Jahnke (1816-1905) Herbst Und nun: der Wind geht hohl und schwer,
Und nun fahr hin! - Es rauscht und zieht
Und nun fahr hin. Das war ein Jahr,
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Rainer Maria Rilke (1875-1926) Ende des Herbstes Ich sehe seit einer Zeit,
Von Mal zu Mal sind all
Jetzt bin ich bei den leeren
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Rainer Maria Rilke (1875-1926) Herbsttag Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
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Rainer Maria Rilke (1875-1826) Herbst Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
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Rainer Maria Rilke (1875-1926) Dich wundert nicht des Sturmes Wucht... Dich wundert nicht des Sturmes Wucht, –
Des Sommers Wochen standen still,
Der Sommer war so wie dein Haus,
Durch ihre leeren Zweige sieht
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Ferdinand von Saar (1833-1906) Herbst Der du die Wälder färbst,
Nimmermehr Sturm und Drang,
Aber vernehmbar auch
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Gustav Sack (1885-1916) Herbst Die Schwalben sammeln lärmend ihre Züge
Dann fliegen sie in ferne Palmenländer –
Und hangend wie in ungeheuren Schächten,
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Ernst Stadler (1883-1914) Schloss im Herbst Durch düstre Turmkronen wo vom Gemäuer
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Theodor Storm (1817-1888) Herbst 1.
Seufzend in geheimer Klage
Nebel hat den Wald verschlungen,
Nur noch einmal bricht die Sonne
Und es leuchten Wald und Heide,
2.
3.
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Theodor Storm (1817-1888) Oktoberlied Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Und geht es draußen noch so toll,
Und wimmert auch einmal das Herz -
Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Die blauen Tage brechen an,
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