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Ernst Anschütz (1780-1861)

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach: klipp, klapp!
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach: klipp, klapp!
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot,
und haben wir dieses, dann hat's keine Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Flink laufen die Räder und drehen den Stein: klipp, klapp!
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein: klipp, klapp!
Der Müller, der füllt uns den schweren Sack,
der Bäcker das Brot und den Kuchen uns backt.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

Wenn goldene Körner das Ackerfeld trägt, klipp, klapp!
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt, klipp, klapp!
Und schenkt uns der Himmel nur immer das Brot,
so sind wir geborgen und leiden nicht Not.
Klipp, klapp, klipp, klapp, klipp, klapp!

(Musik: Volkslied)

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Ernst Anschütz (1780-1861)

Fuchs, du hast die Gans gestohlen

Fuchs, du hast die Gans gestohlen, gib sie wieder her,
gib sie wieder her,
sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr,
sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr.

Seine große lange Flinte schießt auf dich den Schrot,
schießt auf dich den Schrot,
dass dich färbt die rote Tinte und dann bist du tot,
dass dich färbt die rote Tinte und dann bist du tot.

Liebes Füchschen lass dir raten, sei doch nur kein Dieb,
sei doch nur kein Dieb,
nimm, du brauchst kein Gänsebraten, mit der Maus vorlieb,
nimm, du brauchst kein Gänsebraten, mit der Maus vorlieb.

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Arnim/Brentano (Hrsg.)

Havele Hahne

Zur Fastnacht gehn die Kinder am Rhein mit einem Korb,
in dem ein gebundener Hahn liegt,
sie schaukeln mit ihm und singen:

Havele havele Hahne,
Fastennacht geht ane,
Droben in dem Hinkelhaus,
Hängt ein Korb mit Eier raus;
Droben in der Firste,
Hängen die Bratwürste,
Gebt uns die langen,
Lasst die kurzen hangen,
Ri ra rum,
Der Winter muss herum;
Was wollt ihr uns denn geben,
Ein glückseligs Leben,
Glück schlag ins Haus,
Komm nimmermehr heraus.

(aus: Des Knaben Wunderhorn, erschienen 1806-08)

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aus Hamburg

Ich geh' mit meiner Laterne...

Ich geh' mit meiner Laterne
Und meine Laterne mit mir.
Dort oben leuchten die Sterne,
Hier unten, da leuchten wir.
Mein Licht ist aus,
Wir gehn nach Haus,
Labimmel, labammel, labum.

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aus Thüringen

A, B, C, die Katze lief im Schnee...

A B C, die Katze lief im Schnee,
und als sie dann nach Hause kam,
da hatt' sie weiße Stiefel an.
O jemine, o jemine,
die Katze lief im Schnee.

A B C, die Katze lief zur Höh!
Sie leckt ihr kaltes Pfötchen rein
und putzt sich auch die Stiefelein
und ging nicht mehr, und ging nicht mehr,
ging nicht mehr in den Schnee.

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Gustav Eskuche (1865-1917)

Alle meine Entchen...

Alle meine Entchen
schwimmen auf dem See,
schwimmen auf dem See.
Köpfchen in dem Wasser,
Schwänzchen in die Höh.
Köpfchen in dem Wasser,
Schwänzchen in die Höh.

Alle meine Täubchen
gurren auf dem Dach,
gurren auf dem Dach.
Fliegt eins in die Lüfte,
fliegen alle nach.
Fliegt eins in die Lüfte,
fliegen alle nach.

Alle meine Hühner
scharren in dem Stroh,
scharren in dem Stroh.
Finden sie ein Körnchen,
sind sie alle froh.
Finden sie ein Körnchen,
sind sie alle froh.

Alle meine Gänschen
watscheln durch den Grund,
watscheln durch den Grund.
Suchen in dem Tümpel,
werden kugelrund.
Suchen in dem Tümpel,
werden kugelrund.

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Gustav Falke (1853-1916)

Alle unsre Tauben

Alle unsre Tauben sind schon lange wach,
sitzen auf den Lauben, sitzen auf dem Dach,
sitzen auf dem Regenfass:
Wer gibt denn uns Tauben was,
wer gibt denn uns Tauben was?

Tauben, Hühner, kleine Kind'
jeden Morgen hungrig sind.

Alle unsre Hennen sind schon aus dem Stall,
gackeln schon und rennen, scharren überall.
Und der Hahn kräht: Futter her!
Immer mehr, nur immer mehr,
immer mehr, nur immer mehr!

Tauben, Hühner, kleine Kind'
jeden Morgen hungrig sind.

Alle unsre Kleinen machen ein Geschrei,
strampeln mit den Beinen, wollen ihren Brei.
Lirum, larum, Löffelstiel,
wer krakeelt, der kriegt nicht viel,
wer krakeelt, der kriegt nicht viel!

Tauben, Hühner, kleine Kind'
jeden Morgen hungrig sind.

(Musik: M. Georg Winter)

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Carl Hahn (1778-1854)

Das Steckenpferd

Hopp, hopp, hopp!
Pferdchen lauf Galopp!
Über Stock und über Steine,
Aber brich dir nicht die Beine,
Immer im Galopp,
Hopp, hopp, hopp, hopp, hopp!

Tipp, tipp, tapp!
Wirf mich ja nicht ab!
Zähme deine wilden Triebe,
Pferdchen tu es mir zuliebe,
Wirf mich ja nicht ab!
Tipp, tipp, tipp, tipp, tapp!

Brr, brr, he!
Steh, mein Pferdchen steh!
Sollst noch heute weiter springen,
Muss dir nur erst Futter bringen.
Steh doch Pferdchen, steh!
Brr, brr, brr, brr, he!

Pitch, pitsch, patsch!
Klatsche, Peitsche, klatsch!
Musst recht um die Ohren knallen,
Ha! Das kann mir sehr gefallen.
Klatsche, Peitsche, klatsch!
Pitsche, Pitsche, Patsch!

Ha, ha, ha!
Juch, nun wieder da!
Diener! Diener! Liebe Mutter!
Findet auch mein Pferdchen Futter?
Ha, ha, ha, ha, ha.
Juch nun sind wir da!

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Wilhelm Hey (1789-1854)

Weißt du, wie viel Sternlein stehen

Weißt du, wie viel Sternlein stehen
an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du, wie viel Wolken gehen
weithin über alle Welt?
Gott, der Herr, hat sie gezählet,
dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl.

Weißt du, wie viel Mücklein spielen
in der heißen Sonnenglut?
Wie viel Fischlein auch sich kühlen
in der hellen Wasserflut?
Gott, der Herr, rief sie mit Namen,
dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind.

Weißt du, wie viel Kinder frühe
stehn aus ihrem Bettlein auf,
dass sie ohne Sorg und Mühe
fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen
seine Lust, sein Wohlgefallen,
kennt auch dich und hat dich lieb.

(Musik: Volkslied)

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Ein Männlein steht im Walde...

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein?

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein,
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen, schwarzen Käppelein?

(Musik: Volkslied vom Niederrhein)

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Frühlings Ankunft

Alle Vögel sind schon da,
Alle Vögel, alle!
Welch ein Singen, Musizirn,
Pfeifen, Zwitschern, Tirelirn,
Frühling will nun einmarschirn,
Kommt mit Sang und Schalle.

Wie sie alle lustig sind,
Flink und froh sich regen!
Amsel, Drossel, Fink und Star,
Und die ganze Vogelschar
Wünschet uns ein frohes Jahr,
Lauter Heil und Segen.

Was sie uns verkündet nun,
Nehmen wir zu Herzen:
Wir auch wollen lustig sein,
Lustig wie die Vögelein,
Hier und dort, feldaus, feldein
Singen, springen, scherzen!

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Wettstreit

Der Kuckuck und der Esel,
Die hatten großen Streit,
Wer wohl am besten sänge
Zur schönen Maienzeit.

Der Kuckuck sprach: »das kann ich!«
Und hub gleich an zu schrei'n.
»Ich aber kann es besser!«
Fiel gleich der Esel ein.

Das klang so schön und lieblich,
So schön von fern und nah;
Sie sangen Alle beide:
Kuku Kuku ia!

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Zur Fastnachtszeit

Und beut der Winter auch manche Leiden,
So will er doch nicht traurig scheiden:

Er bringt uns erst noch die Fastnachtszeit
Mit aller ihrer Lustigkeit.

Da gibt es Kurzweil mancherlei,
Musik und Tanz und Mummerei,

Pfannkuchen, Brezel, Kuchen und Weck',
Und Eier und Würste, Schinken und Speck.

Wir Kinder singen von Haus zu Haus
Und bitten uns eine Gabe aus,

Und machen's hinterdrein wie die Alten
Und wollen heuer auch Fastnacht halten.

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Summ, summ, summ

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Ei, wir tun dir nichts zu leide,
Flieg nur aus in Wald und Heide!
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Such in Blüten, such in Blümchen
Dir ein Tröpfchen, dir ein Krümchen
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!

Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!
Kehre heim mit reicher Habe,
Bau uns manche volle Wabe,
Summ, summ, summ!
Bienchen summ herum!

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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Frühlingsbotschaft

Kuckuck, Kuckuck ruft aus dem Wald:
Lasset uns singen,
Tanzen und springen!
Frühling, Frühling wird es nun bald.

Kuckuck, Kuckuck lässt nicht sein Schrein:
Kommt in die Felder,
Wiesen und Wälder!
Frühling, Frühling, stelle dich ein!

Kuckuck, Kuckuck, trefflicher Held!
Was du gesungen,
Ist dir gelungen:
Winter, Winter räumet das Feld.

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