Startseite ~ Dichter ~ Titel ~ Gedichtanfänge ~ Neues ~ Links ~ Rechtliches

Liebesgedichte ~ Freundschaftsgedichte ~ Lustige Gedichte ~ Kindergedichte ~ Abschieds- und Trauergedichte ~ Liebeskummer-Gedichte Geburtstagsgedichte ~ Hochzeitsgedichte ~ Weihnachtsgedichte ~ Festtagsgedichte und Feiertagsgedichte ~ Gedankenlyrik ~ Naturlyrik

Liebesgedichte

Alle Fälle   

Erotische Gedichte
Erotische Sprüche
Gedichte an geliebte Frauen
Gedichte an geliebte Männer
Gedichte über die Liebe
Gedichte über Treue
Heimliche Liebe
Junge Liebe
Kurze Liebesgedichte
Kuss-Gedichte
Liebeserklärungen
Liebesgeständnisse
Liebesgötter
Liebesgrüße
Liebeslust-Gedichte
Liebessprüche
Liebesträume
Liebeswerben im Gedicht
Lustige Liebesgedichte
Romantische Gedichte
Sehnsucht im Gedicht
Zweins

 

[Anzeige]

Frank Wedekind (1864-1918)

Galathea

Oh, wie brenn ich vor Verlangen,
Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Wangen,
Weil sie so verlockend sind.

Dass ich auch die Gnade fände,
Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Hände,
Weil sie so verlockend sind.

Und was tät ich nicht du süße
Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Füße,
Weil sie so verlockend sind.

Und mich treibt der Pulse Stocken,
Galathea, schönes Kind,
Dir zu küssen deine Locken,
Weil sie so verlockend sind.

Aber deinen Mund enthülle,
Mädchen, meinen Küssen nie,
Denn in seiner Reize Fülle
Küsst ihn nur die Phantasie.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Felix Dörmann (1870-1928)

Geliebte, kleine Braut!

Schling' Deines Haares Strähne
Ums Haupt mir, kleine Braut,
Zerküsse die funkelnde Träne,
Die mir von den Wimpern getaut.

Vom Elend hier auf Erden
Hab' ich genug erschaut,
Genügsam will ich werden,
Geliebte, kleine Braut!

Ich will mein Sehnen begraben,
Die Wünsche, so brennend und laut,
Du sollst allein mich haben,
Geliebte, kleine Braut!

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Charles Baudelaire (1821-1867)

Hymne

Dich, schöne Liebe, schöne Süße,
Dich Engel, der zum Licht mich weiht,
Unsterbliches Idol, dich grüße
Ich glühend in Unsterblichkeit.

Du flutest durch mein ganzes Leben
Gleich einem Seewind, herb und rein,
Und meiner Seele bangem Streben
Flößt du Begehr nach Ewgem ein.

Stets frischer Wohlgeruch, der blühend
Ein lieb Gemach in Düfte taucht,
Vergessner Weihrauch, der erglühend
Geheim in tiefer Nacht verhaucht!

Wie soll ich nennen dich in Wahrheit,
Demantenreine Liebesglut,
Die in der Seele ewger Klarheit,
Ein Ambrakorn, verborgen ruht?

Dich, schöne Gute, schöne Süße,
Die Kraft und Freude mir verleiht,
Unsterbliches Idol, dich grüße
Ich glühend in Unsterblichkeit.

(aus dem Französischen von Wolf von Kalckreuth)

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Wersch (geb. 1964), www.wersch-gedichte.de

Ich bin ein Traum...

Ich bin ein Traum
und kann nur sein aus dir.

Wie du erlebst
dein Grauen und die Wollust
in meinen Bildern,
bin ich lebendig,
wenn du mein Scheinen ansiehst
in Schlaf und Tag.

Denn sonst erlösche ich
in Morgens Bö.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

August von Platen (1796-1835)

Ich bin wie Leib dem Geist

Ich bin wie Leib dem Geist, wie Geist dem Leibe dir;
Ich bin wie Weib dem Mann, wie Mann dem Weibe dir,
Wen darfst du lieben sonst, da von der Lippe weg
Mit ew’gen Küssen ich den Tod vertreibe dir?
Ich bin dir Rosenduft, dir Nachtigallgesang,
Ich bin der Sonne Pfeil, des Mondes Scheibe dir;
Was willst du noch? Was blickt die Sehnsucht noch umher?
Wirf alles, alles hin: du weißt, ich bleibe dir!

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Christian Morgenstern (1871-1914)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/morgenstern.php

Ich liebe dich, du Seele...

Ich liebe dich, du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen;
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Friedrich Rückert (1788-1866)

Ich liebe dich, weil ich dich lieben muss...

Ich liebe dich, weil ich dich lieben muss;
Ich liebe dich, weil ich nichts anders kann;
Ich liebe dich nach einem Himmelschluss;
Ich liebe dich durch einen Zauberbann.

Dich lieb’ ich, wie die Rose ihren Strauch;
Dich lieb’ ich, wie die Sonne ihren Schein;
Dich lieb’ ich, weil du bist mein Lebenshauch;
Dich lieb’ ich, weil dich lieben ist mein Sein.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Novalis (1772-1801)

Ich sehe dich...

Ich sehe dich in tausend Bildern,
Maria, lieblich ausgedrückt,
Doch keins von allen kann dich schildern,
Wie meine Seele dich erblickt.

Ich weiß nur, dass der Welt Getümmel
Seitdem mir wie ein Traum verweht,
Und ein unnennbar süßer Himmel
Mir ewig im Gemüte steht.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Heinrich von Morungen (ca. 1150-1222)

Ihr so süße und sanfte Mörderin...

Ihr so süße und sanfte Mörderin,
warum wollt Ihr mir das Leben nehmen,
obwohl ich Euch so von Herzen liebe,
fürwahr, Herrin, mehr als alle Frauen?
Meint Ihr, wenn Ihr mich tötet,
würde ich Euch nie mehr anschauen?
Nein, die Liebe zu Euch hat mich genötigt,
dass eure Seele die Herrin meiner Seele ist.
Soll mir auf Erden nichts Gutes geschehen
von eurem gepriesenen Leib,
so muss Euch meine Seele versprechen,
dass sie Eurer Seele im Himmel als einer reinen Frau dienen wird.

(aus dem Mittelhochdeutschen von Wersch)

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Muhammad Schams ad-Din Hafis (um 1320-1390)

Ihre Düfte haben die Violen...

Ihre Düfte haben die Violen
Von dem Moschus deines Haars gestohlen.
Die Zypresse geht, von deinem Gange
Anmut der Bewegungen zu holen,
Und dein klares Lächeln nachzuahmen,
Wird vom Ostwind dem Jasmin empfohlen.
In der Rosenknosp ist deines Mundes
Halberschlossne Heimlichkeit verhohlen.
Aus dem Auge trunkener Narzissen
Sieht von dir ein Blick mich an verstohlen.
Du bist meiner Wünsche Blumengarten,
Blühend von dem Scheitel zu den Sohlen.
Eifersüchtig über deine Reize
Wach ich, wie es mir ist anbefohlen.
Feuer bist du, ewiges, der Liebe,
Und die Herzen brennen dir wie Kohlen.
Hafis, seit du sein Idol geworden,
Darf nicht knien mehr vor der Welt Idolen.

(aus dem Persischen von Friedrich Rückert)

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Ludwig Eichrodt (1827-1892)

In der Früh

Die Sonn ist aufgegangen,
Ich steh im Tau der Flur,
Die Glockenblumen prangen
Und schillern im Azur.

Die süßen Strahlen scheuchten
Die lange schwarze Nacht,
Und Wald und Wiesen leuchten
Wie funkelnder Smaragd.

Die Frühlingsnelken blühen
Wie glühender Rubin,
Wie Diamanten sprühen
Die Tropfen im Jasmin.

Und von den Wasserfällen
Die Perle glänzend rollt,
Es blitzet aus den Quellen
Wie Silber und wie Gold.

O Liebste, wie beschenk ich
Mit all dem Schmuck dich gleich?
Durch dieses Liedchen denk ich
Mach ich mein Liebchen reich!

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Victor Hugo (1802-1885)

Komm, junge Zauberin

Komm, junge Zauberin, die meine Seele bannte!
Als Göttin priese dich Virgil, als Engel Dante,
So hoch ist deine Stirn, so schwebend leicht dein Fuß,
Und vom halboffnen Mund so lieblich klingt dein Gruß.
Wie müsste wundervoll zu deinen stolzen Brauen
Der blaue Panzer stehn der alten Schildjungfrauen.
Und mehr als ein Serail beneidete vielleicht
Der um der Lippen Rot, das der Koralle gleicht.

Cellini würd, entzückt von deiner Anmut gülden
Auf einem Trinkgefäß dein holdes Gleichnis bilden,
Wie du, das Haupt empor, mit sanftgebognem Leib
Aus einer Lilie stiegst, die ausläuft in ein Weib,
Aus einem Lotuskelch, von Laubgerank umkleidet,
Um dessen fremden Reiz Natur die Kunst beneidet.

Komm und hör mich an, du, deren Blick ein Strahl.
Der Tag, an dem ich dir genaht zum erstenmal,
Das war ein goldner Tag. O, blieb in deinem Innern,
So wie in meiner Brust, von ihm ein licht Erinnern?
Du lächelst. Gib mir denn die Hand so weiß und weich,
Und komm. Der Frühling blüht, der Pfad ist schattenreich,
Die Luft ist lau, und dort am Hang im Eichengrunde
Vernimmt kein lauschend Ohr das Wort aus unserm Munde.

(aus dem Französischn von Emanuel Geibel)

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Christian Morgenstern (1871-1914)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/morgenstern.php

Lieb ohne Worte

"Mich erfüllt Liebestoben zu dir!
Ich bin deinst
als ob einst
vereinigst.

Sei du meinst!
Komm Liebchenstche zu mir -
ich vergehste sonst
sehnsuchstgepeinigst.

Achst, achst, schwachst schwachst arms Wortleinstche, was? --
Genug denn, auch du, auch du liebsest.
Fühls, fühls ganzst ohne Worte: sei Meinstlein!
Ich sehne dich sprachlosestest."

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Frank Wedekind (1864-1918)

Liebesantrag

Lass uns mit dem Feuer spielen,
Mit dem tollen Liebesfeuer;
Lass uns in den Tiefen wühlen,
Drin die grausen Ungeheuer.

Menschenherzens wilde Bestien,
Schlangen, Schakal und Hyänen,
Die den Leichnam noch beläst'gen
Mit den gier'gen Schneidezähnen.

Lass uns das Getier versammeln,
Lass es stacheln uns und hetzen.
Und die Tore fest verrammeln
Und uns königlich ergötzen.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Horst Winkler
www.versschmiede.de/themen/liebe/liebeserklaerung

Liebeserklärung

Du bist der Käfer, ich bin der Mist
Du stehst im Brennpunkt, ich bin Statist
Ich bin die Hose, du bist der Knopf
Du bist der Regen, ich bin ein Tropf
Ich bin das Minus, du bist das Plus
Ich bin ein Tümpel, du bist der Fluss
Ich bin die Gurke, du bist der Dill
Du hast das Wort, ich bin meist still
Ich bin ein Würstchen, du gibst den Senf
Dein sind die Siege, wie ich auch kämpf
Du bist die Rose, ich bin der Dorn
Bist schöner von hinten als ich es von vorn
Ich bin ein Gaul, du bringst mich auf Trab
Ich bin so glücklich, dass ich dich hab

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~