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Heinrich Heine (1797-1856)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/heinrich_heine.php

Hast du die Lippen...

Hast du die Lippen mir wund geküsst,
So küsse sie wieder heil,
Und wenn du bis Abend nicht fertig bist,
So hat es auch keine Eil.

Du hast ja noch die ganze Nacht,
Du Herzallerliebste mein!
Man kann in solch einer ganzen Nacht
Viel küssen und selig sein.

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Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803)

Arbeit für Doris

Liebstes Mädchen, sei nicht müßig!
Fürchtest du dich denn für Arbeit?
Lass dich doch dazu nicht treiben,
Denn wir sind zur Müh erschaffen!
Komm, du musst nicht müßig gehen,
Komm, du musst für Arbeit schwitzen!
Liebstes Mädchen, sei nicht müßig!
Liebstes Mädchen, gib mir Küsse!
Gib mir hundert, gib mir tausend,
Gib mir neun und neunzig tausend,
Gib mir volle hundert tausend!
Küsse, bis ich nicht mehr zähle,
Küsse heute, küsse morgen;
Denn du sollst nichts tun als küssen.

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Ernst Wilhelm Lotz (1890-1914)

Ich küsste dich ...

Meine Lippen sind bunt gesprungen.
Ich küsste dich zu sehr, zu lang.
Mein buntes Herz hat sich in meine Lippen hinaufgeschwungen.
Hörst du: Es atmet und zuckt. Es stimmt einen süßen Gesang.

Es singt ein wehendes Lied auf deinen Mund.
Nur dein Lippenherz kann begreifen sein Tönen,
So singend, so bunt.
Langsam müssen wir unser Staunen daran gewöhnen.

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Matthias Claudius (1740-1815)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/matthias_claudius.php

Fritze an Franz

Ich habe Lenchen heut geküsst,
Mama hat’s nicht gesehn;
Denn, lieber Franz, wenn die da ist,
Darf so was nicht geschehn.

Sie sagt, ich bleib vom Küssen tot,
Ich glaub’ es aber nicht;
Wie wär denn Lenchens Mund so rot?
So freudlich ihr Gesicht?

Drum lief ich schnell hzu Lenchen hin
Und küsste ihren Mund;
Das schmeckte gut, Franz! - und ich bin
Bis dato noch gesund

Und werd’ es sicher wieder tun,
Sobald es möglich ist.
Und sterb ich denn davon - je nun!
So hab ich doch geküsst.

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Achim von Arnim (1781-1831)

Mir ist zu licht zum Schlafen

Mir ist zu licht zum Schlafen,
Der Tag bricht in die Nacht,
Die Seele ruht im Hafen,
Ich bin so froh verwacht!

Ich hauchte meine Seele
Im ersten Kusse aus,
Was ist's, dass ich mich quäle,
Ob sie auch fand ein Haus!

Sie hat es wohl gefunden,
Auf ihren Lippen schön,
O welche sel'ge Stunden,
Wie ist mir so geschehn!

Was soll ich nun noch sehen,
Ach alles ist in ihr,
Was fühlen, was erflehen,
Es ward ja alles mir!

Ich habe was zu sinnen,
Ich hab', was mich beglückt;
In allen meinen Sinnen
Bin ich von ihr entzückt.

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Wilhelm Müller (1794-1827)

Die Himmelfahrt

Dank deinem Kusse ganz allein, nun flieg’ ich in den Himmel,
Und hasche mit den Engeln mich im seligen Gewimmel.
Sie jagen mich, sie greifen mich, sie wollen gern mich fangen,
Ich reiß' mich los und laufe heim, zu küssen deine Wangen.

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Percy Bysshe Shelley (1792-1822)

Philosophie der Liebe

Quelle eint sich mit dem Strome,
Dass der Strom ins Meer vertauche;
Wind und Wind am blauen Dome
Mischen sich mit sanftem Hauche.
Nichts auf weiter Welt ist einsam,
Jedes folgt und weiht sich hier
Einem andern allgemeinsam -
Warum denn nicht wir?

Sieh den Berg gen Himmel streben,
Well in Welle sieh zerfließen;
Keiner Blume wird vergeben,
Wollte sie den Kelch verschließen,
Und der Himmel küsst die Erd,
Und das Mondenlicht den Fluss -
Was sind all die Küsse wert,
Weigerst du den Kuss?

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Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/lessing.php

Die Küsse

Der Neid, o Kind,
Zählt unsre Küsse:
Drum küss’ geschwind
Ein Tausend Küsse;
Geschwind du mich,
Geschwind ich dich!
Geschwind, geschwind,
O Laura, küsse
Manch Tausend Küsse:
Damit er sich
Verzählen müsse.

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Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/lessing.php

An eine kleine Schöne

Kleine Schöne, küsse mich.
Kleine Schöne, schämst du dich?
Küsse geben, Küsse nehmen,
Darf dich jetzo nicht beschämen.
Küsse mich noch hundertmal!
Küss' und merk' der Küsse Zahl.
Ich will dir, bei meinem Leben!
Alle zehnfach wiedergeben,
Wenn der Kuss kein Scherz mehr ist,
Und du zehn Jahr älter bist.

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Max Dauthendey (1867-1918)

Immer neue Küsse gib

Küss mich auf den Mund, mein Lieb,
Immer neue Küsse gib.
Welkt am Weinstock Blatt um Blatt,
Man den Most im Keller hat.

Ach, das Leben ist versüßt
Dem, der sich durchs Leben küsst.
Wer verkennt des Jahres Zweck,
Dem nur schenkt der Herbst den Dreck.

Liebste, drück mir auf den Mund
Küsse wie die Blätter bunt,
Küsse wie der junge Most,
Und berauscht leb' ich getrost.

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Eduard Mörike (1804-1875)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/moerike.php

Maschinka

Dieser schwellende Mund, den Reiz der Heimat noch atmend,
Kennt die Sprache nicht mehr, die ihn so lieblich geformt:
Nach der Grammatik greifet die müßige Schöne verdrießlich,
Stammelt russischen Laut, weil es der Vater befiehlt.
Euer Stammeln ist süß, doch pflegt ihr, trutzige Lippen,
Heimlich ein ander Geschäft, das euch vor allem verschönt!

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Friedrich Hebbel (1813-1863)

Auf ein errötendes junges Mädchen, das ich im Louvre sah

Ich ließ mein Auge auf dem deinen ruh'n,
Da ward zur Purpurflamme dein Gesicht;
Du warst ein Kind, ein Mädchen bist du nun,
So weig're auch die Mädchenfrucht mir nicht.

Dein Mund ist reif jetzt für den ersten Kuss,
Er gleicht der Herzenskirsche, die zersprang
Vor aller Feuersäfte letztem Schuss,
Und nun verspritzt, was sie so heiß durchdrang.

Ich hab' ein Recht auf ihn, ich hab' in dir
Die Glut, die ihn gezeitigt hat, geweckt,
Drum raub' ich ihn mit kecker Lippe mir,
Wie Vögel Beeren, die kein Laub mehr deckt.

Vielleicht vollendet dieser Kuss mein Glück,
Du wirst durch ihn dir deiner ganz bewusst,
Und wie du Mädchen wardst vor meinem Blick,
So wirst du auch noch Weib an meiner Brust!

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Sir Philip Sidney (1554-1585)

O Kuss, du Spender ...

O Kuss, du Spender rötlicher Juwelen,
Wie, oder neuer Paradiesesfrüchte?
Der du mit Süßigkeit durchströmst die Seelen,
Den stummen Mund lehrst edlere Gedichte;

O Kuss, in des Naturbanns Zauberdichte
Mit Geistern Geister selber sich vermählen;
Wie gern ließ ich dich schaun im hellsten Lichte,
Könnt ich auch nur ein Teil von dir erzählen!

Doch sie verbeuts; errötend spricht ihr Mund,
Sie bau ihr Lob auf ehrenwerten Grund;
Doch mein Herz brennt, ich kann das Wort nicht missen.

Drum, liebes Leben, wenn ich still sein soll,
Und doch nicht ruhn kann vor Entzücken toll,
Musst du, mich stillend, immer immer küssen.

(aus dem Englischen von Johann Gottlob Regis)

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Paul Fleming (1609-1640)

Wie er wolle geküsset sein

Nirgends hin als auf den Mund:
da sinkts in des Herzen Grund;
nicht zu frei, nicht zu gezwungen,
nicht mit gar zu fauler Zungen.

Nicht zu wenig, nicht zu viel:
beides wird sonst Kinderspiel.
Nicht zu laut und nicht zu leise:
bei der Maß' ist rechte Weise.

Nicht zu nahe, nicht zu weit:
dies macht Kummer, jenes Leid.
Nicht zu trucken, nicht zu feuchte,
wie Adonis Venus reichte.

Nicht zu harte, nicht zu weich,
bald zugleich, bald nicht zugleich.
Nicht zu langsam, nicht zu schnelle,
nicht ohn' Unterscheid der Stelle.

Halb gebissen, halb gehaucht,
halb die Lippen eingetaucht,
nicht ohn' Unterscheid der Zeiten,
mehr alleine denn bei Leuten.

Küsse nun ein Jederman,
wie er weiß, will, soll und kann!
Ich nur und die Liebste wissen,
wie wir uns recht sollen küssen.

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Heinrich Heine (1797-1856)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/heinrich_heine.php

Ich halte ihr die Augen zu...

Ich halte ihr die Augen zu
Und küss sie auf den Mund;
Nun lässt sie mich nicht mehr in Ruh',
Sie fragt mich um den Grund.

Von Abend spät bis morgens fruh,
Sie fragt zu jeder Stund':
»Was hältst du mir die Augen zu,
Wenn du mir küsst den Mund?«

Ich sag ihr nicht, weshalb ich's tu,
Weiß selber nicht den Grund -
Ich halte ihr die Augen zu
Und küss sie auf den Mund.

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