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Erotische und frivole Gedichte – Dichter 1 2 3 · Titel 1 2 3 · Beliebteste · Neueste |
Mühsam · Grete
| Mühsam · Babette
| Müller · Amor, ein Sprachlehrer
| Neukirch · An Sylvien
Opitz · Grabinschrift eines geilen Weibes
| Opitz · Grabschrift eines Hundes
Ringelnatz · Telefonischer Ferngruß
| Ringelnatz · Ein männlicher Briefmark
Ringelnatz · Dreiste Blicke
| Scheffel · Eine traurige Geschichte
| Thoma · Sexuelle Aufklärung
Thoma · Frühlingsahnen
| Tucholsky · Versunkenes Träumen
| Tucholsky · Ostern
unbekannt · Enricos Werbung
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Erich Mühsam (1878-1934) Grete Als ich dich fragte: Darf ich Sie beschützen?
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Erich Mühsam (1878-1934) Babette Folg mir in mein Domizil,
Stehst herum in Nacht und Wind.
Bleibst bei mir bis früh am Tag.
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Wilhelm Müller (1794-1827) Amor, ein Sprachlehrer Amor ist ein Sprachverderber,
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Benjamin Neukirch (1665-1729) An Sylvien Ach! wirf doch einen Blick auf deine Silber-Ballen,
Wie, sind wir, schreien sie, dann darum nur erschaffen,
Ihr Männer helfet uns durch eure Macht erretten!
So klagen, Sylvia, die hart-bedrängten Kinder.
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Martin Opitz (1597-1632) Grabinschrift eines geilen Weibes Hier liegt ein höfliches, doch geiles Weib begraben.
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Martin Opitz (1597-1632) Grabschrift eines Hundes Die Diebe lief ich an, den Buhlern schwieg ich stille;
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Joachim Ringelnatz (1883-1934) Telefonischer Ferngruß Ich grüße dich durchs Telefon,
Ich küsse dich durch den langen Draht.
Bist du gesund? - Gut? - Was? - Wieviel? -
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Joachim Ringelnatz (1883-1934) Ein männlicher Briefmark Ein männlicher Briefmark erlebte
Er wollte sie wiederküssen,
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Joachim Ringelnatz (1883-1934) Dreiste Blicke Über die Knie
Über einen öffnenden Saum
Sollen doch Frauen auch
Nimm, was der Blick dir gibt,
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Joseph Viktor von Scheffel (1826-1886) Eine traurige Geschichte Ein Hering liebt' eine Auster
Die Auster, die war spröde,
Nur eines Tags erschloss sie
Schnell kam der Hering geschwommen,
O Harung, armer Harung,
Jetzt schwamm sein toter Leichnam
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Ludwig Thoma (1867-1921) Sexuelle Aufklärung Der alte Storch wird nun begraben.
Zu meiner Zeit, du große Güte!
Mich lehrte dieses kein Professer;
Ihr Unterricht war nicht ästhetisch,
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Ludwig Thoma (1867-1921) Frühlingsahnen Wohlig merken unsre Sinne
Leise regt sich im Theater
So auch uns ergreift die Glieder
Treibet das Geschäft der Paarung!
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Kurt Tucholsky (1890-1935) Versunkenes Träumen Lieblich ruht der Busen, auf dem Tisch,
Ach, er ist so kugelig und gerundet,
Heil und Sieg dereinst dem feinen Knaben,
Jener wird erst stöhnen und sich recken;
Heirat, Kinder und ein häusliches Frangssäh -
Ich hingegen sitz bei ihren Brüsten,
Doch dann steh ich auf und schlenkre froh mein Bein,
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Kurt Tucholsky (1890-1935) Ostern Da ist nun unser Osterhase-!
Dann geht er wichtig in die Hecken
Das gute Tier-! Ein dicker Lümmel
Da sind sie nun. Bunt angemalen
Iss du das Ei! Und lass dich küssen
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unbekannt Enricos Werbung Sybilla, sanft wie eine Taube,
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