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Liebesgedichte über die Wonnen mit und zum Preis ihrer Angebeteten haben die Lyriker seit je angestimmt. Da es ihnen die Sprache sogar vor Schmerzlichem und Verlust nicht verschlägt, ist es nicht allein die Zeit, die alle Wunden heilt. Manchmal vermag auch das richtige Wort zur rechten Gelegenheit bei Liebeskummer, Eifersucht und Trennung mehr als nur ein Trostpflästerchen zu sein.
242 Gedichte von 94 Dichtern
Heinrich Heine (1797-1856)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/heinrich_heine.php
Ich glaub nicht...
Ich glaub nicht an den Himmel,
Wovon das Pfäfflein spricht;
Ich glaub nur an dein Auge,
Das ist mein Himmelslicht.
Ich glaub nicht an den Herrgott,
Wovon das Pfäfflein spricht;
Ich glaub nur an dein Herze,
’nen andern Gott hab ich nicht.
Ich glaub nicht an den Bösen,
An Höll und Höllenschmerz;
Ich glaub nur an dein Auge,
Und an dein böses Herz.
