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Hermann von Lingg (1820-1905)

Fasching

Ich saß am Fenster im erhellten Saale
Und sah hinunter in des Tanzes Reigen,
Sah heißes Rot in junge Wangen steigen
Und goldnen Wein im funkelnden Pokale;

Doch wenn ich rückwärts sah, da war nur kahle
Schneelandschaft drauß' und düstres Winterschweigen,
Die Bäume stunden mit entlaubten Zweigen
Und Nebel flog im schwachen Mondenstrahle.

O dass die Stunden so geschwind entschweben!
Wie mancher Händedruck wünscht in der Stille
Recht lang zu dauern, um noch mehr zu geben!

Dem Wunsch sich fügen sollte jeder Wille,
Bis Blüten draus am Baume sich erheben,
So lang' stürm' fort, berauschende Quadrille!

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