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Franz Grillparzer (1791-1872)
Das sind die Starken...
Das sind die Starken,
die unter Tränen lachen,
eigene Sorgen verbergen
und andere fröhlich machen.
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Wilhelm Busch (1832-1908)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/wilhelm_busch.php
Fortuna lächelt...
Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern voll beglücken;
Schenkt sie uns einen Sommertag,
so schenkt sie uns auch Mücken.
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Franz Grillparzer (1791-1872)
In Politik...
In Politik zwei wichtge kleine Dinger
Sind Daumen eben und Zeigefinger,
Sie halten die Feder,
Das weiß ein jeder.
Doch Wichtgres noch wird oft durch sie betrieben,
Wenn sie sich übereinander schieben.
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Oskar Blumenthal (1852-1917)
Du willst bei Fachgenossen...
Du willst bei Fachgenossen gelten?
Das ist verlorne Liebesmüh.
Was dir missglückt, verzeihn sie selten,
Was dir gelingt, verzeihn sie nie!
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Dogen (1200-1253)
Ach, den Wolken gleich...
Ach, den Wolken gleich treiben wir durch Geburten und Tode!
Den Pfad des Unwissens und den Pfad der Erleuchtung - wir wandeln sie träumend.
In meinem Gedächtnis haftet nur eins, auch nach dem Erwachen:
Des Regens Rauschen, dem einst des Nachts in der Hütte ich lauschte.
(aus dem Japanischen von ?)
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Angelus Silesius (1624-1677)
Ohne warum
Die Ros ist ohn warum, sie blühet, weil sie blühet,
Sie acht' nicht ihrer selbst, fragt nicht ob man sie siehet.
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Friedrich Rückert (1788-1866)
Am Abend wird man klug...
Am Abend wird man klug
Für den vergangnen Tag.
Doch niemals klug genug
Für den, der kommen mag.
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Nikolaus Lenau (1802-1850)
Frage
O Menschenherz, was ist dein Glück?
Ein rätselhaft geborner,
Und, kaum gegrüßt, verlorner,
Unwiederholter Augenblick!
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Daniel Czepko von Reigersfeld (1605-1660)
Schweigendes Hören, Hörendes Schweigen
Indem ich schweig, hab ich viel mehr von mir erfahrn,
Als vor mir ausgeschwätzt viel Weis’ in hundert Jahrn.
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Franz Grillparzer (1791-1872)
Prostitution
Was soll das sittliche Gekreisch
Verdammend die und jene?
Am Tische hasst nur der das Fleisch,
Der selber ohne Zähne.
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Hans Aßmann von Abschatz (1646-1699)
In vollem Saus...
In vollem Saus und Schwarm acht Tage närrisch sein,
Heißt sich zur Fasten-Zeit vernünftig richten ein.
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Friedrich von Logau (1605-1655)
Das Beste der Welt
Weißt du, was in dieser Welt
Mir am meisten wohlgefällt?
Dass die Zeit sich selbst verzehret
Und die Welt nicht ewig währet.
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Jesajas Rompler von Löwenhalt (1605-1674)
Spruch
Die Zeit ist schnell, das Leben blöd;
Der Weg ist schmal, die Welt ist schnöd;
Das Fleisch ist schwach, der Feind ein Wicht;
Der Tod gewiss, die Stund doch nicht:
Mensch, rüst dich fein bei rechter Zeit,
Denk immer an die Ewigkeit.
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Martin Opitz (1597-1632)
Schönheit dieser Welt vergehet
Schönheit dieser Welt vergehet,
Wie ein Wind, der niemals stehet,
Wie die Blume, so kaum blüht,
Und auch schon zur Erden sieht,
Wie die Welle, die erst kimmt
Und den Weg bald weiter nimmt.
Was für Urteil soll ich fällen?
Welt ist Wind, ist Blum und Wellen.
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Friedrich von Logau (1605-1655)
Die Welt ein Buch
Die Welt, die ist ein Buch, ein jeder eine Letter;
Die Länder sind der Bund; die Zeiten sind die Blätter.
In diesem find't man mehr betört als kluge Sachen;
In diesem find't man mehr zum Klagen als zum Lachen;
In diesem find't man mehr zu meiden als zu üben;
In diesem find't man mehr zu hassen als zu lieben.
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