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Glücks-Gedichte – Dichter 1 2 3 · Titel 1 2 3 · Beliebteste · Neueste

Alfred Meißner (1822-1885)

Abend am Meer

O Meer im Abendstrahl,
An deiner stillen Flut
Fühl’ ich nach langer Qual
Mich wieder fromm und gut.

Das heiße Herz vergisst,
Woran sich’s müd’ gekämpft,
Und jeder Wehruf ist
Zu Melodie gedämpft.

Kaum dass ein leises Weh
Durchgleitet das Gemüt,
Wie durch die stumme See
Ein weißes Segel zieht.

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Edgar Allan Poe (1809-1849)

An Frances S. Osgood

Dein Herz sucht Liebe? – So möge es nie
Vom jetzigen Pfade weichen,
Sei, was du bist, und wolle nie
Dem, was du nicht bist, gleichen –
So wird die Welt deinem sanften Sein,
Deiner Anmut ein unendlich
Und freudevolles Preislied weihn,
Und Liebe wird selbstverständlich.

(aus dem Englischen von Theodor Etzel)

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Pe-kiü-y (772-846)

Auflösung

Die Stadt Hsien-yang erblüht im Mai.
Gelag und Tanz. Ich bin dabei!

Es komme, wie es kommen mag.
Ich bin dabei: Tanz und Gelag.

Die Freundin flicht sich einen Kranz.
Ich bin dabei: Gelag und Tanz.

Ich liege auf den Kissen und
Bin gut und glücklich ohne Grund.

Ja, ohne Grund - so wie das Meer.
Ich bin von Wein und Weisheit schwer.

Doch immer leichter wird mein Sinn,
Ich ahne, dass ich nicht mehr bin.

Ich bin durch Liebe, Sang und Wein
Ins Paradies gegangen ein.

Ich bin nicht mehr. Ich bin nicht mehr.
O Glück! O Tanz! O Glanz! O Meer!

(aus dem Chinesischen von Klabund)

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Dr. Erhard Jöst (geb. 1947), www.gauwahnen.de

Blauer Flieder

Leuchtend blüht der blaue Flieder,
der Lavendel duftet stark
und die Amseln pfeifen Lieder.
Rosen locken in den Park.

Schnurrend schmiegt sich Nachbars Katze
an den Stuhl und an dein Bein,
zuckt nach dir mit ihrer Tatze,
zieht die scharfen Krallen ein.

Gehen Tage froh vorüber
ohne Schmerz und ohne Streit:
Freue dich zufrieden über
die erfüllte Lebenszeit.

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Heinrich Heine (1797-1856)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/heinrich_heine.php

Das Glück ist eine leichte Dirne...

Das Glück ist eine leichte Dirne,
Und weilt nicht gern am selben Ort;
Sie streicht das Haar dir von der Stirne
Und küsst dich rasch und flattert fort.

Frau Unglück hat im Gegenteile
Dich liebefest ans Herz gedrückt;
Sie sagt, sie habe keine Eile,
Setzt sich zu dir ans Bett und strickt.

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Max Dauthendey (1867-1918)

Die Uhr zeigt heute keine Zeit

Die Uhr zeigt heute keine Zeit.
Ich bin so glücklich von deinen Küssen,
Dass alle Dinge es spüren müssen.
Mein Herz in wogender Brust mir liegt,
Wie sich ein Kahn im Schilfe wiegt.
Und fällt auch Regen heut ohne Ende,
Es regnet Blumen in meine Hände.
Die Stund', die so durchs Zimmer geht,
Auf keiner Uhr als Ziffer steht;
Die Uhr zeigt heute keine Zeit,
Sie deutet hinaus in die Ewigkeit.

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Johann Martin Miller (1750-1814)

Die Zufriedenheit

Was frag' ich viel nach Geld und Gut,
Wenn ich zufrieden bin!
Gibt Gott mir nur gesundes Blut,
So hab' ich frohen Sinn,
Und sing' aus dankbarem Gemüt
Mein Morgen- und mein Abendlied.

So mancher schwimmt im Überfluss,
Hat Haus und Hof und Geld;
Und ist doch immer voll Verdruss,
Und freut sich nicht der Welt.
Je mehr er hat, je mehr er will;
Nie schweigen seine Klagen still.

Da heißt die Welt ein Jammertal,
Und deucht mir doch so schön;
Hat Freuden ohne Maß und Zahl,
Lässt keinen leer ausgehn.
Das Käferlein und Vögelein
Darf sich ja auch des Maien freun.

Und uns zuliebe schmücken ja
Sich Wiese, Berg und Wald;
Und Vögel singen fern und nah,
Dass alles wiederhallt. –
Bei'r Arbeit singt die Lerch' uns zu,
Die Nachtigall bei'r süßen Ruh'.

Und wenn die goldne Sonn' aufgeht,
Und golden wird die Welt,
Und alles in der Blüte steht,
Und Ähren trägt das Feld:
Dann denk' ich, alle diese Pracht
Hat Gott zu meiner Lust gemacht.

Dann preis' ich Gott, und lobe Gott,
Und schweb' in hohem Mut;
Und denk', es ist ein lieber Gott,
Und meint's mit Menschen gut;
Drum will ich immer dankbar sein,
Und mich ob seiner Güte freun!

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Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Du musst das Leben nicht verstehen...

Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen
von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

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Rainer Clapier

Eine Hand voll Zärtlichkeit

Behutsam über Kopf und Wangen
streicht eine Hand voll Zärtlichkeit
du gibst dich hin und wirst gefangen
von inniger Verbundenheit.

Die Zeit bleibt stehn und wird vergessen
ist einfach weg, bedeutungslos
so wirkt die Ewigkeit stattdessen
befreiend, weit und grenzenlos.

Kein Lärm und kein Geräusch zerstören
den Wohlklang dieses Augenblicks
bei dem wir nur die Herzen hören
als wahre Boten des Geschicks.

Das lässt uns Vaters Kraft erfahren
und auch den mütterlichen Halt
hilft so das Leben zu bewahren
ganz ohne Grenzen Jung und Alt.

Dies nimmt der Trennung jeden Schrecken
und bringt Geborgenheit ins Spiel
durch die wir Liebe neu entdecken
und Glück als echtes Lebensziel.

Drum schenk, wem immer du begegnest
stets eine Hand voll Zärtlichkeit
mit der du seine Seele segnest
und gleichfalls heilst für alle Zeit.

(Aus Rainer Clapier: Die Quelle unserer Lebendigkeit. ISBN 978-3-00-027129-8)

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Emanuel Geibel (1815-1884)

Es ist das Glück...

Es ist das Glück ein flüchtig Ding
Und war’s zu allen Tagen;
Und jagtest du um der Erde Ring,
Du möchtest es nicht erjagen.

Leg’ dich lieber ins Gras voll Duft
Und singe deine Lieder;
Plötzlich vielleicht aus blauer Luft
Fällt es auf dich hernieder.

Aber dann pack’ es und halt es fest
Und plaudre nicht viel dazwischen;
Wenn du zu lang es warten lässt,
Möcht’ es dir wieder entwischen.

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Wilhelm Busch (1832-1908)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/wilhelm_busch.php

Fortuna lächelt...

Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern voll beglücken;
Schenkt sie uns einen Sommertag,
so schenkt sie uns auch Mücken.

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Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/goethe.php

Ganymed

Wie im Morgenglanze
Du rings mich anglühst,
Frühling, Geliebter!
Mit tausendfacher Liebeswonne
Sich an mein Herz drängt
Deiner ewigen Wärme
Heilig Gefühl,
Unendliche Schöne!

Dass ich dich fassen möcht
In diesen Arm!

Ach, an deinem Busen
Lieg' ich, schmachte,
Und deine Blumen, dein Gras
Drängen sich an mein Herz.
Du kühlst den brennenden
Durst meines Busens,
Lieblicher Morgenwind!
Ruft drein die Nachtigall
Liebend nach mir aus dem Nebeltal.

Ich komm, ich komme!
Wohin? Ach, wohin?

Hinauf, hinauf strebt's,
Es schweben die Wolken
Abwärts, die Wolken
Neigen sich der sehnenden Liebe,
Mir, mir!
In euerm Schoße
Aufwärts,
Umfangend umfangen!
Aufwärts
An deinen Busen,
Alliebender Vater!

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Joseph von Eichendorff (1788-1857)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/eichendorff.php

Glück

Wie jauchzt meine Seele
Und singet in sich!
Kaum, dass ich's verhehle
So glücklich bin ich.

Rings Menschen sich drehen
Und sprechen gescheut,
Ich kann nichts verstehen,
So fröhlich zerstreut. -

Zu eng wird das Zimmer,
Wie glänzet das Feld,
Die Täler voll Schimmer,
Weit herrlich die Welt!

Gepresst bricht die Freude
Durch Riegel und Schloss,
Fort über die Heide!
Ach, hätt ich ein Ross! -

Und frag ich und sinn ich,
Wie so mir geschehn?: -
Mein Liebchen herzinnig,
Das soll ich heut sehn.

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Ernst Stadler (1883-1914)

Glück

Nun sind vor meines Glückes Stimme alle Sehnsuchtsvögel weggeflogen.
Ich schaue still den Wolken zu, die über meinem Fenster in die Bläue jagen -
Sie locken nicht mehr, mich zu fernen Küsten fortzutragen,
Wie einst, da Sterne, Wind und Sonne wehrlos mich ins Weite zogen.
In deine Liebe bin ich wie in einen Mantel eingeschlagen.
Ich fühle deines Herzens Schlag, der über meinem Herzen zuckt.
Ich steige selig in die Kammer meines Glückes nieder,
Ganz tief in mir, so wie ein Vogel, der ins flaumige Gefieder
Zu sommerdunklem Traum das Köpfchen niederduckt.

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Cäsar Flaischlen (1864-1920)

Glück

Nun ward es Sommer und die Rosen blühn und blaue Sterne blitzen durch die Nacht ...
und durch die Nacht und ihre blühenden Rosen und ihre glück-tieffrohe Stille hingehen wir ... zwei selige Kinder ...
und endlos vor uns breitet sich ... in wunderbarer Helle, von reifendem Korn durchrauscht, die schöne Welt.

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