Startseite ~ Dichter ~ Titel ~ Gedichtanfänge ~ Neues ~ Links ~ Rechtliches

Liebesgedichte ~ Freundschaftsgedichte ~ Lustige Gedichte ~ Kindergedichte ~ Abschieds- und Trauergedichte ~ Liebeskummer-Gedichte Geburtstagsgedichte ~ Hochzeitsgedichte ~ Weihnachtsgedichte ~ Festtagsgedichte und Feiertagsgedichte ~ Gedankenlyrik ~ Naturlyrik

Gedankenlyrik

Alle Fälle   

Christliche Gedichte
Epigramme und Kluge Sprüche
Gedichte über Engel
Gedichte und Sprüche über Arbeit
Gedichte vom Schicksal
Gedichte zum Nachdenken
Glücks-Gedichte
Hoffnung im Gedicht
Kriegsgedichte
Lebens-Maximen
Lebens-Weisheiten
Medien-Gedichte
Philosophie im Gedicht
Politische Gedichte
Religiöse Gedichte
Sprache und Poesie
Traum-Gedichte
Weisheit in Sprüchen
Zeit-Gedichte

 

[Anzeige]

Theodor Fontane (1819-1898)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/theodor_fontane.php

Überlass es der Zeit

Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuchs nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tage wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du's überwunden;
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Fred Endrikat (1890-1942)

Wandspruch für Kopflose

Ein harter Kopf geht durch die Wände,
obwohl es Schmerz und Beulen macht.
Beim klugen Kopf tun dies die Hände,
und er wird niemals ausgelacht.
Mit dem Kopfe durch die Wand
kommt man leicht um den Verstand.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Hans-Peter Kraus (geb. 1965), www.ziemlichkraus.de

Was ist wichtig?

Wenn du nichts mehr hast,
was du dann noch hast,
das ist wichtig.

Wenn du nichts mehr bist,
was du dann noch bist,
das ist wichtig.

Wenn du weißt, was wichtig ist,
was dann noch wichtig ist,
ist nicht mehr wichtig.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Heinrich Heine (1797-1856)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/heinrich_heine.php

Weltlauf

Hat man viel, so wird man bald
Noch viel mehr dazubekommen.
Wer nur wenig hat, dem wird
Auch das wenige genommen.

Wenn du aber gar nichts hast,
Ach, so lasse dich begraben –
Denn ein Recht zum Leben, Lump,
Haben nur, die etwas haben.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Adolf Glaßbrenner (1810-1876)

Weltweisheit

Lebst du ein Jahr in Gram und Leid:
Du lebtest keine Stunde Zeit.

Ein Tag gelebt in Lieb’ und Kuss,
Es ist ein ganzes Jahr Genuss!

Ein Jahr verbracht in frommem Wahn,
Ist keine Stunde wohlgetan.

Ein Stündchen Scherz, ein Stündchen Wein,
Das ist: ein Jahr lang glücklich sein!

Ein Jahr im Staats- und Pfaffenjoch
War keine Stunde Leben noch!

Ein Stündchen froh und frei die Brust:
Ein Jahr voll Leben und voll Lust!

Du Knecht der alten Menschennot,
Wie lang schon, Jüngling, bist du tot!

Du Greis in der Erinnerung
Durchlebter Freude: o wie jung!

Wer sich in Angst und Pein begräbt,
Der hat sein Leben nicht gelebt.

Wer nur nach Lust und Schönheit strebt,
Der hat die Ewigkeit durchlebt.

Wem niemals um den Himmel bangt,
Der hat den Himmel schon erlangt.

Ein Leben ohne Harm und Leid,
Das ist die ewige Seligkeit.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Novalis (1772-1801)

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren

Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Sind Schlüssel aller Kreaturen
Wenn die so singen, oder küssen,
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,
Wenn sich die Welt ins freie Leben
Und in die Welt wird zurückbegeben,
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten
Zu echter Klarheit wieder gatten,
Und man in Märchen und Gedichten
Erkennt die wahren Weltgeschichten,
Dann fliegt vor Einem geheimen Wort
Das ganze verkehrte Wesen fort.

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
 

Emanuel Geibel (1815-1884)

Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz ...

Wohl lag ich einst in Gram und Schmerz,
Da weint’ ich Nacht und Tag;
Nun wein’ ich wieder, weil mein Herz
Sein Glück nicht fassen mag.

Mir ist’s, als trüg’ ich in der Brust
Das ganze Himmelreich –
O höchstes Leid, o höchste Lust,
Wie seid ihr euch so gleich!

Dieses Gedicht versenden

 
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~