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Erfüllte Abschiede – Dichter 1 2 · Titel 1 2 · Beliebteste · Neueste

Ernst Schulze (1789-1817)

Nun, so muss der Wandrer scheiden...

Nun, so muss der Wandrer scheiden
Von der Freude Sonnenblick;
Ewig finden, ewig meiden
Ist der Sterblichen Geschick.
Wie er kam mit Leid und Freuden,
Also geht er auch mit beiden,
Doch viel anders, jetzt zurück;
Eins vergaß er: alte Leiden,
Eins gewann er: neues Glück.

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Theodor Storm (1817-1888)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/theodor_storm.php

Wer je gelebt in Liebesarmen

Wer je gelebt in Liebesarmen,
Der kann im Leben nie verarmen;
Und müsst er sterben fern, allein,
Er fühlte noch die sel'ge Stunde,
Wo er gelebt an ihrem Munde,
Und noch im Tode ist sie sein.

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Ludwig Tieck (1773-1853)

Abschied

Was ist das Leben? Kommen nur und Schwinden,
Ein Wechsel nur von Nacht und Tageshelle,
Verlust und Schmerz, Sehnsucht und Wiederfinden,
So schwebt durch Traum und Wachen hin die Welle, -
Drum lächelt hoffend in der Trennung Wehen,
Durch Abschiedstränen schon das Wiedersehen.

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Georg Trakl (1887-1914)
www.lyrik-lesezeichen.de/gedichte/georg_trakl.php

Seele des Lebens

Verfall, der weich das Laub umdüstert,
Es wohnt im Wald sein weites Schweigen.
Bald scheint ein Dorf sich geisterhaft zu neigen.
Der Schwester Mund in schwarzen Zweigen flüstert.

Der Einsame wird bald entgleiten,
Vielleicht ein Hirt auf dunklen Pfaden.
Ein Tier tritt leise aus den Baumarkaden,
Indes die Lider sich vor Gottheit weiten.

Der blaue Fluss rinnt schön hinunter,
Gewölke sich am Abend zeigen;
Die Seele auch in engelhaftem Schweigen.
Vergängliche Gebilde gehen unter.

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Vaganten (12. Jahrhundert)

Letzter Wille

Mein Begehr und Willen ist:
In der Kneipe sterben!
Nah den Lippen sei der Wein,
Eh sie sich entfärben.
Und der Englein Sterbechor
Möge für mich werben:
"Lass den wackern Zechkumpan,
Herr, dein Reich ererben!"

Jeder Zecher gehet ein
Zu des Himmel Toren,
So der Jüngling wie der Greis;
Doch im Feuer schmoren
Muss das schlechte Bauernpack;
Die sind nicht geboren
Zu verkosten solchen Trunk
Fein und auserkoren.

Leib und Leben lasst dem Wein
Uns, dem guten, weihen,
Sintemal er innerlich
Schafft ein gut Gedeihen!
Bringt man uns nur Wein genug,
Wann wir darum schreien,
Wöll'n in deinem Himmel wir,
Herr, dich benedeien.

Vinus, Vina, Vinum heißt
Weiner, Weine, Weines.
Masculin und Feminin
Braucht man für Gemeines,
Doch im sächlichen Geschlecht
Liegt was götterfeines,
Das den Trinker kundig macht
Trefflichsten Lateines.

Für die Kirche nicht so sehr
Ist mein Herz erglommen,
Doch die Kneipe war mir stets,
Ist mir stets willkommen,
Bis dereinst die Engel nahn,
Bis mein Ohr vernommen
Ihren Lustgenbruder-Gruß:
"Ewge Ruh den Frommen!"

(aus dem Lateinischen von Ludwig Laistner)

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Horst Winkler
www.versschmiede.de/themen/trauer

Lebt wohl

Mein Erdenweg, er ging zu Ende
Ich war sehr gerne hier zu Gast
Nun ruht mein Herz, wie auch die Hände
Bin ledig aller Sorgenlast

Seid nur getrost; denn dieses Leben
Es war erfüllt und segensreich
Das Schicksal hat mir viel gegeben
Zur Wehmut fühl ich Dank zugleich

Gedenket mein in stiller Stunde
Doch grämt euch nicht, ich bin nun frei
Und wenn ihr sitzt in froher Runde
Dann bin ich sicher mit dabei

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