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Georg Weißel (1590-1635)

Macht hoch die Tür...

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit;
es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich,
ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt;
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Schöpfer reich von Rat.

Er ist gerecht, ein Helfer wert;
Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit,
sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt,
derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,
mein Heiland groß von Tat.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt,
so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein,
da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn,
bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott,
mein Tröster früh und spat.

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
eu’r Herz zum Tempel zubereit’.
Die Zweiglein der Gottseligkeit
steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch,
ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott,
voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein;
dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit
den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr,
sei ewig Preis und Ehr.

(Musik: aus Halle, 1704)

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Volksgut

Lasst uns froh und munter sein...

Lasst uns froh und munter sein
Und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Weihnachtsabend da!
Bald ist Weihnachtsabend da!

Dann stell ich den Teller auf,
's Christkind legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Weihnachtsabend da!
Bald ist Weihnachtsabend da!

Wenn ich schlaf', dann träume ich:
Jetzt bringt's Christkind was für mich.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Weihnachtsabend da!
Bald ist Weihnachtsabend da!

Wenn ich aufgestanden bin,
Lauf ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, trallerallera,
Bald ist Weihnachtsabend da!
Bald ist Weihnachtsabend da!

oder:

Lasst uns froh und munter sein
und uns recht von Herzen freun!
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Dann stell' ich den Teller auf,
Nik'laus legt gewiss was drauf.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Wenn ich schlaf', dann träume ich:
Jetzt bringt Nik'laus was für mich.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Wenn ich aufgestanden bin,
lauf' ich schnell zum Teller hin.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

Nik'laus ist ein guter Mann,
dem man nicht genug danken kann.
Lustig, lustig, traleralera!
Bald ist Nik'lausabend da,
bald ist Nik'lausabend da!

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Hedwig Haberkern (1837-1902)

Schneeflöckchen, Weißröckchen...

Schneeflöckchen, Weißröckchen,
Da kommst du geschneit;
Du kommst aus den Wolken,
Dein Weg ist so weit.

Komm, setz dich ans Fenster,
Du lieblicher Stern;
Malst Blumen und Blätter,
Wir haben dich gern.

Schneeflöckchen, du deckst
Uns die Blümelein zu,
Dann schlafen sie sicher
In himmlischer Ruh’.

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Christoph Bernhard Verspoell (1743-1818)

Heiligste Nacht! Heiligste Nacht...

Heiligste Nacht! Heiligste Nacht!
Finsternis weichet, es strahlet hernieden
Lieblich und prächtig vom Himmel ein Licht.
Engel erscheinen, verkünden den Frieden,
Frieden den Menschen, wer freuet sich nicht?
Kommet, ihr Christen, o kommet geschwind,
Seht da die Hirten, wie eilig sie sind!
Eilt mit nach Davids Stadt!
Den Gott verheißen hat,
Liegt dort als Kind, liegt dort als Kind.

Göttliches Kind! Göttliches Kind!
Du, der gottseligen Väter Verlangen,
Zweig, so der Wurzel des Jesse entsprießt.
Lass dich mit inniger Liebe umfangen,
Sei uns mit herzlicher Demut gegrüßt:
Göttlicher Heiland, der Christenheit Haupt,
Was uns der Sündenfall Adams geraubt,
Schenket uns deine Huld,
Sie tilgt die Sündenschuld
Jedem, der glaubt, jedem, der glaubt.

Liebreiches Kind! Liebreiches Kind!
Reu' und Zerknirschung, die bring' ich zur Gabe,
Will nie mehr lassen von Gott, meinem Heil.
Jesus, dich lieb' ich! O wenn ich dich habe,
Hab' ich den besten, den göttlichen Teil.
Außer dir möge mich nichts mehr erfreun;
Denn ich verlange vereinigt zu sein
Nur mit dir, Göttlicher!
Du bist mein Gott und Herr.
Und ich bin dein, und ich bin dein.

(Musik: Christoph Bernhard Verspoell)

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Christoph Bernhard Verspoell (1743-1818)

Menschen, die ihr wart verloren...

Menschen, die ihr wart verloren,
lebet auf, erfreuet euch!
Heut ist Gottes Sohn geboren,
heut ward er den Menschen gleich.
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll Preis und Dank erschallen:
"Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!"

Welche Wunder reich an Segen
stellt uns dies Geheimnis dar!
Seht, der kann sich selbst nicht regen,
durch den alles ist und war.
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll Preis und Dank erschallen:
"Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!"

Menschen liebt, o liebt ihn wieder
und vergesst der Liebe nie!
Singt mit Andacht Dankeslieder
und vertraut, er höret sie!
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll Preis und Dank erschallen:
"Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!"

(Musik: Christoph Bernhard Verspoell)

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unbekannt

Jingle Bells

Jingle Bells, Jingle Bells,
Klingt's durch Eis und Schnee
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt dort von der Höh'.
Jingle Bells, Jingle Bells
Es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
Bei uns am Weihnachtsbaum.

Wenn die Winter Winde wehn,
Wenn die Tage schnell vergehn,
Wenn im Schranke ganz verheimlichvoll,
Die bunten Päckchen stehn.
Dann beginnt die schöne Zeit,
Auf jeder sich schon freut,
Und die Menschen sehn so freundlich aus
Und singen weit und breit.

Jingle Bells, Jingle Bells,
Klingt's durch Eis und Schnee
Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt dort von der Höh'.
Jingle Bells, Jingle Bells
Es ist wie ein Traum.
Bald schon brennt das Lichtlein hell
Bei uns am Weihnachtsbaum.

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unbekannt

Seht, wie die Sonne dort sinket...

Seht, wie die Sonne dort sinket
Hinter dem nächtlichen Wald!
Glöckchen zur Ruhe uns winket,
Hört nur, wie lieblich es schallt!
Trauliches Glöckchen,
Du läutest so schön!
Läute, mein Glöckchen, nur zu,
Läute zur himmlischen Ruh!

Hört ihr das Blöken der Lämmer?
Seht wie die Lüfte schon weh'n!
Mutig, es fängt an zu dämmern,
Lasset zur Hütte uns geh'n!
Trauliches Glöckchen,
Du läutest so schön!
Läute, mein Glöckchen, nur zu,
Läute zur himmlischen Ruh!

Dörfchen, o, sei uns willkommen!
Heut' ist die Arbeit vollbracht,
Bald, wird von Sternen umschwommen,
Nahen die feiernde Nacht.
Trauliches Glöckchen,
Du läutest so schön!
Läute, mein Glöckchen, nur zu,
Läute zur himmlischen Ruh!

(nach der Melodie: "Süßer die Glocken nie klingen")

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Friedrich Spee (1591-1635)

Als ich bei meinen Schafen wacht...

Als ich bei meinen Schafen wacht,
Ein Engel mir die Botschaft bracht,
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Er sagt, es soll geboren sein
Zu Bethlehem ein Kindelein.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Er sagt, das Kind liegt dort im Stall
Und soll die Welt erlösen all.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Als ich das Kind im Stall gesehn,
Nicht wohl konnt' ich von dannen gehn.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Das Kind zu mir sein Äuglein wand,
Mein Herz gab ich in seine Hand.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Demütig küsst' ich seine Füß,
Davon mein Mund ward zuckersüß.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Als ich heim ging, das Kind wollt' mit
Und wollt' von mir abweichen nit.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Das Kind legt' sich an meine Brust
Und macht' mir da all Herzenslust.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

Den Schatz muss ich bewahren wohl,
So bleibt mein Herz der Freuden voll.
Des bin ich froh, bin ich froh,
Froh, froh, froh, o, o, o!
Benedicamus Domino.

(Musik: Chorlied aus dem 17. Jh. )

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unbekannt

Engel auf den Feldern singen

Engel auf den Feldern singen,
stimmen an ein himmlisch Lied,
und im Widerhall erklingen
auch die Berge jauchzend mit.
Gloria in excelsis deo.

Christ, der Retter, stieg hernieder,
der sein Volk von Schuld befreit!
Danket ihm mit euren Liedern,
seid zu seinem Lob bereit.
Gloria in excelsis deo.

Lasst nach Bethlehem uns ziehen,
wie der Engel uns gesagt!
Lasst uns betend vor ihm knien,
der das Heil uns heut gebracht.
Gloria in excelsis deo.

Preis sei Gott und Friede allen,
denen er die Schuld vergibt.
Heut soll unser Lob erschallen,
weil er alle Menschen liebt.
Gloria in excelsis deo.

Heilig, Gott der Engelscharen!
Lob und Dank die Welt erfüllt!
Um den Sohn zu offenbaren,
ward das Wort im Fleisch enthüllt.
Gloria in excelsis deo.

(Musik: aus Frankreich 18 Jh.)

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Friedrich Spee (1591-1635)

Zu Bethlehem geboren

Zu Bethlehem geboren
Ist uns ein Kindelein,
Dies hab ich auserkoren,
Sein eigen will ich sein.
Eija, eija,
Sein eigen will ich sein.

In seine Lieb versenken
Will ich mich ganz hinab;
Mein Herz will ich ihm schenken
Und alles, was ich hab!
Eija, eija,
Und alles, was ich hab!

O Kindelein von Herzen,
Dich will ich lieben sehr,
In Freuden und in Schmerzen,
Je länger mehr und mehr.
Eija, eija, Eija, eija,
Je länger mehr und mehr.

Dazu dein Gnad mir gebe,
Bitt' ich aus Herzensgrund,
Dass ich allein dir lebe,
Jetzt und zu aller Stund'!
Eija, eija,
Jetzt und zu aller Stund'!

Dich, wahren Gott, ich finde
In meinem Fleisch und Blut,
Darum ich denn mich binde
An dich, mein höchstes Gut.
Eija, eija,
An dich, mein höchstes Gut.

Lass mich von dir nicht scheiden,
Knüpf zu, knüpf zu das Band
Der Liebe zwischen beiden,
Nimm hin mein Herz zum Pfand.
Eija, eija,
Nimm hin mein Herz zum Pfand.

(Musik: Paris 1599 und kirchlich Köln 1638)

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Friedrich Spee (1591-1635)

O Heiland, reiß die Himmel auf...

O Heiland, reiß die Himmel auf!
Herab, herab vom Himmel lauf!
Reiß ab vom Himmel Tür und Tor;
Reiß ab, wo Schloss und Riegel vor.

O Gott, ein'n Tau vom Himmel gieß,
Im Tau herab, o Heiland, fließ!
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus!

O Erd', schlag aus, schlag aus, o Erd',
Dass Berg und Tal grün alles werd.
O Erd', herfür dies Blümlein bring,
O Heiland, aus der Erden spring!

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt,
Darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, o komm vom höchsten Saal,
Komm, tröst uns hie im Jammertal!

O klare Sonn', du schöner Stern,
Dich wollten wir anschauen gern.
O Sonn', geh auf, ohn' deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.

Hier leiden wir die größte Not,
Vor Augen steht der ew'ge Tod.
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.

Da wollen wir all danken dir,
unserm Erlöser für und für.
Da wollen wir all loben dich
je allzeit immer und ewiglich.

(Musik: Rheinfelsisches Gesangbuch, Augsburg 1666)

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Christian Friedrich Daniel Schubart (1739-1791)

Schlaf wohl, du Himmelsknabe du...

Schlaf wohl, du Himmelsknabe du,
Schlaf wohl, du süßes Kind!
Dich fächeln Engelein in Ruh
Mit sanftem Himmelswind.
Wir armen Hirten singen dir
Ein herzig's Wiegenliedchen für:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!

Maria hat mit Mutterblick
Dich leise zugedeckt,
Und Joseph hält den Hauch zurück,
Dass er dich nicht erweckt.
Die Schäflein, die im Stalle sind,
Verstummen vor dir, Himmelskind:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

Bald wirst du groß, dann fließt dein Blut
Von Golgatha herab,
Ans Kreuz schlägt dich der Menschen Wut,
Da legt man dich ins Grab.
Hab immer deine Äugelein zu,
Denn du bedarfst der süßen Ruh:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

So schlummert in der Mutter Schoß
Noch manches Kindlein ein,
Doch wird das arme Kindlein groß,
So hat es Angst und Pein.
O Jesulein, durch deine Huld
Hilf's ihnen tragen mit Geduld:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe.

(Musik: Karl Neuner, 1814)

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Christoph von Schmid (1768-1854)

Ihr Kinderlein kommet...

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.

O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl
den lieblichen Knaben, das himmlische Kind,
viel schöner und holder, als Engelein sind.

Da liegt es - das Kindlein - auf Heu und auf Stroh;
Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

Manch Hirtenkind trägt wohl mit freudigem Sinn
Milch, Butter und Honig nach Betlehem hin;
ein Körblein voll Früchte, das purpurrot glänzt,
ein schneeweißes Lämmchen mit Blumen bekränzt.

O betet: Du liebes, Du göttliches Kind
was leidest Du alles für unsere Sünd’!
Ach hier in der Krippe schon Armut und Not,
am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod.

O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie!
Stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun,
stimmt freudig zum Jubeln der Engel mit ein!

Was geben wir Kinder, was schenken wir Dir,
Du bestes und liebstes der Kinder, dafür?
Nichts willst Du von Schätzen und Reichtum der Welt -
ein Herz nur voll Demut allein Dir gefällt.

So nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin;
wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn;
und mache sie heilig und selig wie Deins,
und mach sie auf ewig mit Deinem nur eins.

(Musik: Johann Abraham Peter Schulz (1747-1800))

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Karl Riedel (1827-1888)

Kommet, ihr Hirten

Kommet, ihr Hirten, ihr Männer und Frau'n!
Kommet, das liebliche Kindlein zu schau'n!
Christus, der Herr, ist heute geboren,
den Gott zum Heiland euch hat erkoren.
Fürchtet euch nicht!

Lasset uns sehen in Bethlehems Stall,
was uns verheißen der himmlische Schall!
Was wir dort finden, lasset uns künden,
lasset uns preisen mit frommen Weisen,
Hallelujah!

Wahrlich, die Engel verkünden heut
Bethlehems Hirtenvolk gar große Freud':
Nun soll es werden Friede auf Erden,
den Menschen allen ein Wohlgefallen.
Ehre sei Gott!

(Musik: aus Böhmen)

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Michael Prätorius (1571-1621)

Winterrose

Es ist ein Ros' entsprungen
aus einer Wurzel zart;
wie uns die Alten sungen,
von Jesse kam die Art.
Und hat ein Blümlein bracht
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein, das ich meine,
davon Jesaja sagt,
hat uns gebracht alleine
Marie, die reine Magd.
Aus Gottes ew'gem Rat
hat sie ein Kind geboren
und blieb doch reine Magd.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß;
mit seinem hellen Scheine
vertreibt's die Finsternis,
wahr Mensch und wahrer Gott,
hilft uns aus allem Leide,
rettet von Sünd und Tod.

(Musik: 15. Jh.)

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