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Text: Hermann von Gilm (1812-1864) Die Mutter Leise atmend, halb entschlummert Liegt das Kind im Bettchen klein, Plötzlich durch das offne Fenster Schaut der Abendstern herein. Und nach ihm mit beiden Händen Laut aufweinend langt das Kind: "Mutter, Mutter, hol' mir diesen Schönen Stern herab geschwind!" "Dummheit!" ruft der Vater zornig Hinter einem Zeitungsblatt, "Was der Fratz von dritthalb Jahren Für verrückte Launen hat! Denk' man: dreißig Millionen Meilen weg und ein Planet, Der zweihundertvierundzwanzig Tage um die Sonne geht!" Doch die Mutter tröstet leise: "Schlaf', mein Engel! Diese Nacht Hol' ich dir den Stern vom Himmel, Der dir so viel Freude macht; Morgen früh, hier auf dem Bette Findest du den Edelstein" - Und das Kind, in Tränen lächelnd, Schläft am Mutterherzen ein.
Folgendes erscheint unterhalb Ihres Textes:----------------------Quelle des Gedichtes: www.gedichte-fuer-alle-faelle.deBitte die urheberrechtlichen Regelungen beachten, siehe www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/impressum.php
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