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Rückert · Gestern hab’ ich von Nachtbesuch...
| Geibel · Es ist das Glück...
Morgenstern · Du bist mein Land...
| Uhland · Seliger Tod
Rückert · Liebst du um Schönheit...
| Glaßbrenner · Weltweisheit
Dauthendey · Deine Schönheit ist meine Harfe
| Stieler · Frisch bei der Liebe!
Retep · Wunderwerk
| Kraus · Biblische Geschichte des Fernsehens
Reventlow · Schling mir den Arm...
| Kraus · Spätwestern
| Arndt · Sei denn ferne Liebe...
Arndt · Liebesnähe
| Hölderlin · Ehmals und jetzt
| Thoma · Urlaubshitze
Retep · Bücherfernsehen
| Tucholsky · Gebet des Zeitungslesers
| Kraus · Die Zeitung
Kraus · Kino
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Friedrich Rückert (1788-1866) Gestern hab’ ich von Nachtbesuch... Gestern hab’ ich von Nachtbesuch beim Liebchen,
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Emanuel Geibel (1815-1884) Es ist das Glück... Es ist das Glück ein flüchtig Ding
Leg’ dich lieber ins Gras voll Duft
Aber dann pack’ es und halt es fest
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Christian Morgenstern (1871-1914) Du bist mein Land... Du bist mein Land,
An dich geschmiegt,
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Ludwig Uhland (1787-1862) Seliger Tod Gestorben war ich
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Friedrich Rückert (1788-1866) Liebst du um Schönheit... Liebst du um Schönheit,
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Adolf Glaßbrenner (1810-1876) Weltweisheit Lebst du ein Jahr in Gram und Leid:
Ein Tag gelebt in Lieb’ und Kuss,
Ein Jahr verbracht in frommem Wahn,
Ein Stündchen Scherz, ein Stündchen Wein,
Ein Jahr im Staats- und Pfaffenjoch
Ein Stündchen froh und frei die Brust:
Du Knecht der alten Menschennot,
Du Greis in der Erinnerung
Wer sich in Angst und Pein begräbt,
Wer nur nach Lust und Schönheit strebt,
Wem niemals um den Himmel bangt,
Ein Leben ohne Harm und Leid,
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Max Dauthendey (1867-1918) Deine Schönheit ist meine Harfe Auf den Apfelbäumen ist ein rosiges Gedränge,
Deine Schönheit ist meine Harfe,
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Kaspar Stieler (1632) Frisch bei der Liebe! Die Liebe lehrt im Finstern gehen,
Sie lehrt auf kunst-gemachten Leitern
Sie kann uns unvermerket führen
Die Liebe lehrt den Atem hemmen,
Dies lehrt und sonst vielmehr das Lieben.
Wer lieben will und nichts nicht wagen,
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Hans Retep (geb. 1956), www.hans-retep-gedichte.de Wunderwerk Der Fernseher, der ist, so scheint es mir,
Doch wäre dies noch keine Hymne wert,
Nur eins ist dem Gerät ein wahrer Graus.
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Hans-Peter Kraus (geb. 1965), www.ziemlichkraus.de/gedichte/ Biblische Geschichte des Fernsehens Am Anfang war das Wort
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Fanny Gräfin zu Reventlow (1871-1918) Schling mir den Arm... Schling mir den Arm um die lechzenden Glieder,
Lass mit dem Leben, dem brausenden Leben,
Lass uns, o lass uns nicht wieder scheiden,
Ehe das Leben, das grausame Leben,
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Hans-Peter Kraus (geb. 1965), www.ziemlichkraus.de/gedichte/ Spätwestern Schießt erst,
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Ernst Moritz Arndt (1769-1860) Sei denn ferne Liebe... Sei denn ferne (Ausschnitt; zum kompletten Text.)
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Ernst Moritz Arndt (1769-1860) Liebesnähe Lieb’ sei ferne,
Schließt Gedanken
Leuchte, Sonne!
Frühling, scheine!
Holde Treue,
Sei denn ferne
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Friedrich Hölderlin (1770-1843) Ehmals und jetzt In jüngern Tagen war ich des Morgens froh,
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Ludwig Thoma (1867-1921) Urlaubshitze Überall hört man von Hitze,
Damen, denen man begegnet,
Oberlehrer und Pastoren
Busen, Hintern, Waden, Bäuche
Wenn das Barometer sänke,
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Hans Retep (geb. 1956), www.hans-retep-gedichte.de Bücherfernsehen Das Bücherlesen ist zur Bildung unentbehrlich,
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Kurt Tucholsky (1890-1935) Gebet des Zeitungslesers Zimmer. Der Zeitungsleser im Schlafrock. Auf dem Tisch, auf Stühlen verstreut und zerknüllt, liegen Zeitungen aller Größen. In einer Ecke ein größerer Packen aufeinander geschichteter Zeitungen. An der Wand quellen aus einem Regal Zeitungen. Die Begleitmusik geht durch alle Möglichkeiten: vom Jazz bis zum Choral.
Du lieber Gott, so hör mein leises Flehen!
Vom Bürgerkrieg bei Nord- und Südchinesen;
Wo nur eine Zeitung ist, da trabe
Die westliche Ostsee ziemlich bewegt; Jazz
Was geht denn mich das an?
Man sagt von IHM, dass ER doch auch nen Sohn hat ... Choral
Befrei mich Du vom irdischen Bösen. Es regnet Zeitungen
Papier! Papier! Von welchem Riesenbaume Marseillaise
Hier sind die Fahnen aller Staaten! 4. Paukenschläge
Ich kam zu nichts.
Du lieber Gott, gebleicht ist all mein Haar.
Ich merkte, welche Tageszeit grad war,
Verflucht die Bilder, die Plakate!
Totenstille. In der Musik aufgelöste Akkorde.
Es hilft ja nichts. mit ausgestreckten Armen nach oben – Vorhang
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Karl Kraus (1874-1936) Die Zeitung Weißt du, der du die Zeitung liest,
Weißt du, der du die Zeitung liest,
Und kannst du, wissend, doch die Zeitung lesen?
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Karl Kraus (1874-1936) Kino Noch lässt sich diese Menschheit nicht begraben,
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