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Die 20 neuesten Gedichtzugänge (Neues Gedicht einsenden)

Peter Schuhmann (geb. 1958)

Heimweh

So träumerisch blaute der Tag,
So warm flaute die Luft,
Und klarer als je schien das Licht,
Und alles trug ein Duft,
Als ob die Sehnsucht Blume wär',
atmete ich ihr Weh.
Mir war, als spräche tief in mir
leis eine Stimme: Geh!

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Heimweh im Gedicht

 
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Fred Endrikat (1890-1942)

Pensionierte Sittlichkeit

Es war einmal ein Auerhahn,
der hatte seine Pflicht getan,
acht Jahre lang und noch viel mehr,
dann ward der Dienst ihm etwas schwer.
Kein Ding auf Erden ewig dauert,
er hatte eben ausge-auert.
Nun ließ er seine Blicke schweifen
betrübt zu all den Ordensschleifen,
Diplomen und den Ehrenpreisen,
die er er-auert einst auf Reisen.
Was halfen ihm jetzt all die Prämien?
Er musst' sich vor den Hühnern schämien.
Kein Hafer und kein Sellerie
entlockte ihm ein Kikeriki.
Es klang jetzt wie ein heisres Quieken
sein einst so frohes Kikerikieken.
Und alle Hennen, alle Glucken,
die waren darob baß erschrucken.
So stand er traurig wie Pik sieben
im Kreise seiner Hühnerlieben.
Man hat den Enterich gebeten,
den Hahn einstweilen zu vertreten.
Was kümmert sich das Federvieh
um Sittlichkeit und Bigamie.
»Jawoll«, sprach stolz der Enterich.
»Die Kleinigkeit besorge ich.«
Am Zaun stand nun der Auerhahn
und sah voll tiefer Trauer an,
wie seine Hennen, seine Glucken,
ohn' mit der Wimper nur zu zucken,
im Gegenteil, noch mit Frohlucken,
sich von dem Entrich ließen ducken.

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Erotische und frivole Gedichte

 
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Peter Schuhmann (geb. 1958)

Drei Worte

Ich wollte dir drei Worte sagen,
Doch dann verlor die Mitte sich,
Und endlich kamst auch du abhanden.
Mir blieb, wie zu Beginn, nur "Ich".

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Liebeskummer-Sprüche

 
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Peter Schuhmann (geb. 1958)

Zum Wiegenfeste...

Zum Wiegenfeste wünsch ich dir
Gen Himmel eine offne Tür,
Gesundheit, Glück und Sonnenschein,
Ein tolles Weib (’nen tollen Mann) nebst Kinderlein,
Zufriedenheit und wenig Zank,
Ein dickes Konto bei der Bank,
Erfolg im Job, ein Haus vorort,
Ein langes Leben und so fort,
Und last not least, was jedem frommt:
Gelassenheit, wenn’s anders kommt.

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Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Heimlich zur Nacht

Ich habe dich gewählt
Unter allen Sternen.

Und bin wach - eine lauschende Blume
Im summenden Laub.

Unsere Lippen wollen Honig bereiten,
Unsere schimmernden Nächte sind aufgeblüht.

An dem seligen Glanz deines Leibes
Zündet mein Herz seine Himmel an -

Alle meine Träume hängen an deinem Golde,
Ich habe dich gewählt unter allen Sternen.

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Fred Endrikat (1890-1942)

Gleichschaltung

Jeder fasse sich an seine eigne Neese,
jeder fege vor dem eigenen Portal.
Was des einen Veilchen, ist des andern Käse,
und im Himmel riechen alle ganz egal.

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Lustige Sprüche

 
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Franz Werfel (1890-1945)

Ballade von der Krankheit

Nicht jeden packt mit jähem Ruck
Der Tod und lässt ihn achtlos sinken.
Den meisten gibt er Gift zu trinken
Durch Jahr und Tage, Schluck um Schluck.
Die Krankheit schlüpft in Nonnentracht
Ins Zimmer, das du zugemacht.

Sie schlurft auf Filz. Sie nickt dir zu.
Sie öffnet ihre Siebensache.
Sie eilt, ein Doppelbett zu machen.
Denn du bist sie und sie ist du.
So fest verknüpft, so eng verschnürt
Hat noch kein Paar die Eh' geführt.

Seit jenem Morgen, da sie kam,
Lässt keinen sie an deine Seiten.
Selbst Weib und Kind sehn wie vom Weiten
Entsetzt dich an in deinem Gram.
Und wenn du klagst, die Wunden zeigst,
Dann winkt sie rau dir ab; du schweigst...

Denn was dir fehlt, weiß sie allein.
Nur sie hört deine Ohrenbeichten:
Die tiefen Schmerzen und die seichten,
Die grabende, die flache Pein,
Davon hat sie Geheimbericht,
Nur sie und sonst kein Wesen nicht.

Und das ist wahr! Wenn du auch weißt,
Dass keine Ärzte mehr dich heilen,
Viel schlimmer ist: Nicht mitzuteilen
Vermagst du, was dich zerreißt.
Sie nimmt dem Schmerz, der in dir leibt,
Das Wort vom Mund, das ihn beschreibt.

Doch eines Tags, wenn du erwachst,
Da hat sie, scheint's, sich fortgeschoren.
Du aber dehnst dich, neugeboren,
Voll rosigem Mut. Du singst, du lachst...
Trau ja nicht diesem Jubelschlag.
Die Krankheit hat nur Ausgangstag.

Kehrt sie dann heim im Dämmergrau
Frostklappernd unter deine Decke,
Bringt sie dein kurzes Glück zur Strecke
Und heischt als strenge Ehefrau,
Dass du, dieweil du niederfährst,
Ausschließend dich an ihr bewährst.

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Bernhard Efinger (geb. 1941)

Kein Schnee

Wo ist er denn dieses Jahr geblieben,
der Schnee, den wir Kinder so lieben.
Wohin man blickt, wohin man schaut,
den haben wohl dreiste Diebe geklaut.

Ach, es ist nun mal zum Haare raufen,
denn ich wollt' den Schnee mir kaufen,
doch niemand machte mir ein Angebot,
alle, die dies könnten, stellten sich tot.

Was will ich machen als kleiner Wicht,
weit und breit ist kein Schnee in Sicht.
Weißer Schnee, ganz frisch von oben,
oh, wie würde ich den Himmel loben.

Ich bin stinke sauer, es ist zum Weinen,
auch einen Schneemann gibt es keinen.
Von wegen Rodeln oder Schlittenfahren,
wie soll ich da noch die Ruhe bewahren.

Keinen Schnee bekomme ich geschenkt,
weil Frau Holle nicht mehr an mich denkt.
Ich werde dem Wetteramt nun schreiben,
so ein Winter kann mir gestohlen bleiben.

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Bernhard Efinger (geb. 1941)

Häs abstauben

Der Brauch des Häsabstaubens
ist keine Sache eines Glaubens,
denn er dient allein dem Zweck,
zu entfernen den feinen Dreck,
der im Laufe eines jeden Jahres,
und daran ist wohl was Wahres,
auf der Maske samt Geschmeide,
wie auch auf dem Narrenkleide
kleine Spuren hinterlassen tut,
worauf, und das ist einfach gut,
so jeder Narr für sich entscheidet,
nun sauber und korrekt gekleidet
mit Freude und aus Leidenschaft
im Narren-Häs ganz tugendhaft
dem Volke und den "hohen Tieren"
vom Staube befreit zu imponieren.

(Als Häs bezeichnet man im alemannischen Raum die Alltags-und Narrenkleidung.)

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Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Palmenlied

O du Süßgeliebter,
Dein Angesicht ist mein Palmengarten,
Deine Augen sind schimmernde Nile
Lässig um meinen Tanz.

In deinem Angesicht sind verzaubert
Alle die Bilder meines Blutes,
Alle die Nächte, die sich in mir gespiegelt haben.

Wenn deine Lippen sich öffnen,
Verraten sie meine Seligkeiten.

Immer dieses Pochen nach dir -
Und hatte schon geopfert meine Seele.

Du musst mich inbrünstig küssen,
Süßerlei Herzspiel;
Wir wollen uns im Himmel verstecken.

O du Süßgeliebter.

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Arnim/Brentano (Hrsg.)

Ein Wahrheitslied

Als Gott der Herr geboren war,
Da war es kalt,
Was sieht Maria am Wege stehn?
Ein Feigenbaum,
"Maria, lass du die Feigen noch stehn,
Wir haben noch dreißig Meilen zu gehn,
Es wird uns spät."

Und als Maria ins Städtlein kam,
Vor eine Tür,
Da sprach sie zu dem Bäuerlein:
"Behalt uns hier,
Wohl um das kleine Kindelein,
Es möcht dich wahrlich sonst gereun,
Die Nacht ist kalt."

Der Bauer sprach von Herzen: "Ja,
Geht in den Stall!"
Als nun die halbe Mitternacht kam,
Stand auf der Mann.
"Wo seid ihr dann, ihr armen Leut?
Dass ihr noch nicht erfroren seid,
Das wundert mich."

Der Bauer ging da wieder ins Haus,
Wohl aus der Scheuer.
"Steh auf mein Weib, mein liebes Weib,
Und mach ein Feuer,
Und mach ein gutes Feuerlein,
Dass diese armen Leutelein
Erwärmen sich."

Und als Maria ins Haus hin kam,
Da war sie froh.
Joseph, der war ein frommer Mann,
Sein Säcklein holt;
Er nimmt heraus ein Kesselein,
Das Kind tät ein bisschen Schnee hinein,
Und das sei Mehl.

Es tat ein wenig Eis hinein,
Und das sei Zucker;
Es tat ein wenig Wasser drein,
Und das sei Milch;
Sie hingen den Kessel übern Herd,
An einen Hacken, ohn Beschwerd
Das Müßlein kocht.

Ein Löffel schnitzt der fromme Mann
Von einem Span,
Der ward von lauter Elfenbein
Und Diamant;
Maria gab dem Kind den Brei,
Da sah man, dass es Jesus sei,
Unter seinen Augen.

(aus: Des Knaben Wunderhorn, erschienen 1806-08)

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Weihnachtsgeschichten

 
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Else Lasker-Schüler (1869-1945)

Höre

Ich raube in den Nächten
Die Rosen deines Mundes,
Dass keine Weibin Trinken findet.

Die dich umarmt,
Stiehlt mir von meinen Schauern,
Die ich um deine Glieder malte.

Ich bin dein Wegrand.
Die dich streift,
Stürzt ab.

Fühlst du mein Lebtum
Überall
Wie ferner Saum?

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Eifersucht im Gedicht

 
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August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Der Traum

Ich lag und schlief, da träumte mir
Ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
Ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
Die brannten rings umher,
Die Zweige waren allzumal
Von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran:
Das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann
Und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
Und ganz verwundert stand,
Nach einem Apfel griff ich da,
Und Alles, Alles schwand.

Da wacht' ich auf aus meinem Traum
Und dunkel war's um mich:
Du lieber schöner Weihnachtsbaum,
Sag' an, wo find' ich dich?

Da war es just, als rief' er mir:
»Du darfst nur artig sein,
Dann steh' ich wiederum vor dir –
Jetzt aber schlaf' nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
Dann ist erfüllt dein Traum,
Dann bringet dir der heil'ge Christ
Den schönsten Weihnachtsbaum.«

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Weihnachtsbaum-Gedichte

 
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Gerhard P. Steil (geb. 1952)

Neujahrsgedicht

Endlich, endlich ist es da,
was haben wir gewartet,
das Alte wurde weggeknallt,
das Neue ist gestartet.

Wie's Neue wird und ob's gelingt
kann heute keiner wissen,
fantastisch, wenn's uns Gutes bringt,
betrüblich, wenn's beschissen.

In diesem Sinne habt euch wohl
und lasst's euch gut ergehen,
was immer auch im neuen Jahr
noch alles wird geschehen.

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Neujahrsgedichte

 
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Gerhard P. Steil (geb. 1952)

Nikolaus und die Weihnachtsmaus

Der Nikolaus, so steht zu lesen,
sei stets ein alter Mann gewesen.
Was irrig zu der Meinung führte,
dass jener nie die Liebe spürte.

Jedoch ich traf vor ein paar Jahren,
in Ruprechts Bar beim 10. Klaren,
den guten alten Santa Klaus
beschwipst mit einer Weihnachtsmaus.

Und jeder, der die Maus gesehen,
der konnte Nikolaus verstehen.
Sie war der Typ von Weihnachtsbraut,
die jeden Mann vom Schemel haut.

Der Nikolaus, schon leicht betrunken,
war tief in ihrem Blick versunken
und trug die kleine Weihnachtsmaus
behutsam in die Nacht hinaus.

Was hinterher jedoch passiert
weiß nicht einmal der Kneipenwirt.
Denn Nikolaus mit seiner Braut
hat nie mehr bei ihm reingeschaut.

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Lustige Nikolausgedichte

 
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Fred Endrikat (1890-1942)

Schnapsgebet

Wenn sich mein Affe und mein Kater guten Morgen sagen -
der eine grinst, der andere faucht und spuckt -
dann habe ich ein solch Gefühl im Magen,
als hätt' ich eines Landbriefträgers Fuß verschluckt.

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Friedrich Stoltze (1816-1891)

Weihnachtslied

Und zögst du tausend Meilen weit
In alle Welt hinaus,
Und kommt die liebe Weihnachtszeit,
Du wolltst, du wärst zu Haus!
Die Nachtigall, so süß sie singt,
Weckt Sehnsucht nicht so sehr,
Als wenn das Weihnachtsglöckchen klingt
Von deiner Heimat her.

Da fällt dir mit dem Tannenbaum
Und mit dem Lichterschein
Der ganze schöne, goldne Traum
Von deiner Kindheit ein.
Es wird dir so erinnerungsmild,
Die Tränen kommen schier,
Und manches liebe Menschenbild
Tritt vor die Seele dir.

Und mancher, der dir teuer war
Und Gutes dir erzeigt,
Der schläft nun auch schon manches Jahr:
Die Erde sei ihm leicht!
Und wem du in der Heimat bist
In Liebe zugetan,
Dem stecktest du zum Heilgen Christ
Gern auch ein Lämpchen an.

Und bist geschieden du in Groll,
Heut tut dirs doppelt leid
Und denkst nach Haus wohl wehmutsvoll:
Das macht die Weihnachtszeit!
Denn bittrer ist die Fremde nicht,
Als in der Weihnachtslust,
Wo du, ein unbekannt Gesicht,
Beiseite treten musst.

Drum zögst du tausend Meilen weit
In alle Welt hinaus,
Und kommt die liebe Weihnachtszeit,
Du wolltst, du wärst zu Haus!
Die Nachtigall, so süß sie singt,
Weckt Sehnsucht nicht so sehr,
Als wenn das Weihnachtsglöckchen klingt
Von deiner Heimat her.

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Alfred Hein (1894-1945)

In der Adventszeit

In unsre gute Stube schauen drei Sterne ein,
Sind gar sicher die Lämpchen dreier Engelein,
Schauen, ob auch Platz und Raum
Für den Weihnachtsbaum.

Drinnen im Ofen, da knisterts fein,
Sicher schickt Niklas einen Windbub hinein,
Der nun lauschen, lauschen will,
Ob wir artig und still.

Horch, die Abendglocken... Nun gehts Christkindlein,
Niemand siehts, am Himmel und schaut in die Fenster ein.
Stille, stille sein!
Das Christkindlein ---

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Adventsgedichte

 
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Gerhard P. Steil (geb. 1952)

Mein Weihnachtswunsch

Statt von Weihnachten bis Neujahr
frohe Kunde zu verteilen
soll das Glück vom neuen Jahr an
bis zum Weihnachtsfest verweilen

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Weihnachtssprüche

 
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Fred Endrikat (1890-1942)

Seufzerfamilie

Ein Seufzer schwebte ganz allein
hoch über einem Birkenhain.
Der Seufzer seufzte tief und schwer:
»O weh, o weh, es quält mich sehr,
dass ich ein männlicher Seufz-er.
Ich wünsche Seelensympathie
mit einer weiblichen Seufz-sie.«
Der Seufzer war so intensiv,
dass er sein Weib ins Leben rief.
Bevor der Mond am Himmel hing,
der Seufz-er die Seufz-sie umfing.
Er herzte sie und küsste sie:
»Du meine einzige Seufz-sie.«
Sie seufzten glücklich alle zwei,
ach, war das eine Seufzerei.
Sie gingen ineinander auf,
und, siehe da - am Morgen drauf
thront auf der Birke als Prinzess
ein kleines, winziges Seufz-es.
Es tönte lieblich durch den Mai
jetzt die Familienseufzerei
wie ein gefühlsharmonisches
Konzert von Seufz-er, -sie und -es.
So war es - so wird's immer sein:
Ein Seufzer kommt niemals allein.

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Lustige Sprachspiele

 
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